Paris – 21.10.2026: Frankreichs Maisernte fällt 2026 nach der jüngsten amtlichen Schätzung auf 7,3 Millionen Tonnen. Gegenüber den 13,6 Millionen Tonnen des Vorjahres wäre das ein Rückgang um 6,3 Millionen Tonnen und damit um fast die Hälfte. Die neuen Zahlen bestätigen die schweren Folgen eines Sommers mit anhaltender Trockenheit und mehreren außergewöhnlich heißen Phasen.
Die Statistikstelle Agreste beziffert den durchschnittlichen Ertrag auf 63 Dezitonnen je Hektar. Damit liegt er 27 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zugleich sank die für Körnermais geerntete Fläche um 28 Prozent. Der Produktionseinbruch geht somit auf zwei Entwicklungen zurück: Die Pflanzen brachten weniger Ertrag, und es standen deutlich weniger Flächen für die Körnermaisernte zur Verfügung.
Besonders betroffen waren Frühjahrs- und Sommerkulturen, deren Entwicklung durch Hitze und Wasserknappheit beeinträchtigt wurde. Mais benötigt vor allem während bestimmter Wachstumsphasen ausreichend Wasser. Wo eine Bewässerung fehlte oder eingeschränkt war, nahmen die Ernteverluste zu. Ein Teil der Bestände wurde außerdem nicht als Körnermais geerntet, sondern für die Verwendung als Silomais vorgesehen.
Für viele Höfe verschärft die schwache Ernte die finanziellen Probleme. Den geringeren Einnahmen aus dem Verkauf stehen weiterhin Ausgaben für Saatgut, Energie, Bewässerung und andere Betriebsmittel gegenüber. Viehhaltende Betriebe müssen zudem mit höheren Kosten für Futtermittel rechnen. Maiserzeuger verlangen deshalb rasche Unterstützung des Staates, um Liquiditätsengpässe zu begrenzen und die Aussaat der kommenden Saison abzusichern.
Das Landwirtschaftsministerium hatte bereits Anfang September ein Hilfspaket von mehr als einer Milliarde Euro für landwirtschaftliche Betriebe angekündigt, die von Dürre, Hitze und Bränden betroffen sind. Vorgesehen sind unter anderem beschleunigte Verfahren bei der staatlichen Solidaritätsentschädigung für nicht versicherbare Kulturen. Bei versicherten Schäden sollen die Unternehmen Anträge schneller bearbeiten und Abschlagszahlungen leisten.
Im September erkannte der Staat in 18 Départements erste Ernteverluste an und eröffnete damit den Zugang zu Entschädigungen. Dazu gehören Eure-et-Loir, Indre und Loir-et-Cher. Die Entscheidungen betreffen unterschiedliche Acker-, Obst- und Gemüsekulturen; sie gelten jedoch nicht pauschal für jeden Betrieb. Ob und in welcher Höhe Geld ausgezahlt wird, hängt von der jeweils festgestellten Schadenslage ab.
Die Maisbilanz betrifft über die Erzeuger hinaus die Futtermittelwirtschaft und die Tierhaltung. Eine deutlich kleinere inländische Ernte kann die Versorgung verteuern und den Bedarf an Lieferungen aus anderen Regionen oder dem Ausland erhöhen. Agreste stützt seine revidierte Prognose auf den Stand der laufenden Ernte und auf die Erhebung der Ackerflächen.
Quellen
- Agreste, amtliche Agrarstatistik des französischen Landwirtschaftsministeriums
- Französisches Landwirtschaftsministerium
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).