Politik & Gesellschaft

Frankreichs neue Fregatte bewährt sich auf langer Fahrt

Die Amiral Ronarc'h soll Frankreichs Marine technologisch erneuern. Nach einer 123-tägigen Erprobungsfahrt prüft die Besatzung nun Systeme und Abläufe für den regulären Einsatz.

Brest – 19.08.2026: Frankreichs Marine hat am Mittwoch in Brest ihre neue Fregatte Amiral Ronarc'h vorgestellt. Das 2025 ausgelieferte Schiff ist die erste Einheit der neuen FDI-Klasse und soll nach Abschluss der laufenden Erprobung in den regulären aktiven Dienst übernommen werden. Eine 123-tägige Fahrt durch den Nordatlantik und die Karibik lieferte dafür Erkenntnisse unter wechselnden Einsatzbedingungen.

Die Amiral Ronarc'h ist 122 Meter lang, 17,7 Meter breit und verdrängt rund 4.500 Tonnen. Sie erreicht bis zu 27 Knoten und ist für Einsätze von bis zu 45 Tagen ausgelegt. Als Mehrzweckfregatte kann sie allein operieren, größere Marineverbände begleiten und Seegebiete überwachen. Ihr Aufgabenspektrum reicht vom Geleitschutz über die Luftverteidigung bis zur Bekämpfung von Schiffen und U-Booten.

Das technische Herzstück ist ein fest installiertes, volldigitales Radar mit vier Antennenflächen. Es kann zahlreiche Ziele in der Luft und auf See zugleich erfassen und verfolgen. Radar, Kommunikation und Gefechtsführung sind in einem integrierten Mast gebündelt. Diese Bauweise soll Informationen schneller zusammenführen und der Besatzung ein präziseres Lagebild verschaffen. Zugleich ist das Schiff für die Abwehr digitaler Angriffe und die Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt.

Zur Bewaffnung gehören Aster-Flugkörper für die Luftverteidigung, Exocet-MM40-Block-3C-Flugkörper gegen Überwasserziele sowie ein 76-Millimeter-Geschütz und 20-Millimeter-Waffensysteme. Für die U-Boot-Abwehr stehen leichte MU90-Torpedos, ein Rumpfsonar und ein Schleppsonar bereit. Vom Flugdeck aus können ein Marinehubschrauber oder eine Drohne zur Aufklärung und U-Boot-Jagd eingesetzt werden.

Ihren bislang wichtigsten Praxistest begann die Fregatte am 14. Januar 2026. Nach 123 Tagen kehrte sie am 16. Mai nach Brest zurück. Die Route führte durch den Nordatlantik, über den Äquator und in die Karibik. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden dabei technische Systeme, Einsatzabläufe und die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern unter unterschiedlichen klimatischen und maritimen Bedingungen geprüft.

Die Amiral Ronarc'h ist die erste von fünf FDI-Fregatten für Frankreich. Gebaut wird die Klasse von Naval Group in Lorient. Mit ihr erneuert die Marine ihre hochseefähigen Eskorteinheiten für Einsätze im Atlantik, im Mittelmeer und in französischen Überseegebieten. Die Schiffe sollen moderne Kampfsysteme mit einer vergleichsweise kompakten Besatzung verbinden.

Namensgeber ist der bretonische Admiral Pierre Alexis Ronarc'h, der im Ersten Weltkrieg eine Brigade französischer Marineinfanteristen führte. Seit der Rückkehr im Mai setzt die Marine die operative Erprobung der Fregatte fort; ein Termin für die Aufnahme in den regulären aktiven Dienst wurde bislang nicht genannt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ministerium der Streitkräfte und Veteranen Frankreichs
  • Französische Marine
  • Generaldirektion für Rüstung

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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