Wirtschaft

Frankreichs Regierung berät über hohe Kraftstoffpreise

Premierminister Sébastien Lecornu hat für den 21. September zwei Krisensitzungen in Matignon angesetzt. Beraten wird über die Versorgung mit Öl und Gas sowie über mögliche Hilfen für Haushalte und besonders belastete Branchen.

Paris – 21.09.2026: Frankreichs Regierung berät an diesem Montag in zwei Sitzungen über die stark gestiegenen Kraftstoffpreise und die angespannte Energieversorgung. Premierminister Sébastien Lecornu hat dazu Vertreter der zentralen Staatsverwaltung und die zuständigen Minister nach Matignon einbestellt. Im ersten Gespräch am Vormittag geht es um die Versorgung mit Erdöl und Erdgas. Die Lieferwege stehen wegen des anhaltenden Krieges im Nahen Osten unter Druck, der die Energiemärkte und den Transport von Rohstoffen belastet.

Am Nachmittag will die Regierung mögliche Hilfen für Haushalte erörtern. Konkrete neue Maßnahmen waren vor Beginn der Beratungen nicht angekündigt. Zu klären ist, wie der Staat auf die wachsenden Kosten für Autofahrer, Berufspendler und Unternehmen reagieren kann, ohne die öffentlichen Haushalte dauerhaft mit weiteren Subventionen zu belasten.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP kostete ein Liter Diesel zuletzt durchschnittlich rund 2,41 Euro. Damit hat der in Frankreich besonders verbreitete Kraftstoff ein außergewöhnlich hohes Preisniveau erreicht. Für viele Haushalte verteuern sich dadurch Arbeitswege, Einkäufe und andere notwendige Fahrten. Unternehmen spüren den Anstieg über höhere Transport- und Lieferkosten; besonders betroffen sind Betriebe, deren Geschäftsmodell unmittelbar von Fahrzeugen oder Maschinen mit hohem Kraftstoffverbrauch abhängt.

Die Regierung führt die Entwicklung vor allem auf internationale Ursachen zurück. Der Konflikt im Nahen Osten beeinträchtigt nach Angaben des Élysée-Palasts die Energieversorgung und verstärkt den Preisdruck in Frankreich. Bereits im Ministerrat vom 16. September hatte die Regierung angekündigt, die Verfügbarkeit von Gas und Kraftstoffen sichern und den Preisanstieg möglichst begrenzen zu wollen. Dabei sollen auch flexiblere Regeln auf europäischer Ebene geprüft werden.

Bestehende Hilfen für besonders betroffene Branchen wurden für September und Oktober verlängert. Sie richten sich laut Regierung unter anderem an Wirtschaftszweige mit hohem Kraftstoffbedarf. Eine allgemeine Entlastung an den Tankstellen ist damit jedoch nicht verbunden. Über Steuersenkungen, Preisbremsen und gezielte Zuschüsse wird politisch weiter gestritten. Jede Variante hätte unterschiedliche Folgen für Verbraucher, Unternehmen und den Staatshaushalt.

Präsident Emmanuel Macron hatte am 18. September die Vorsitzenden der Parteien über die internationale Lage informiert. Nach dem Treffen teilte der Élysée-Palast mit, Frankreich arbeite an einer breiteren Aufstellung seiner Energieimporte. Die Beratungen in Matignon knüpfen daran an: Zunächst sollen Verwaltung und Ministerien die Versorgungslage bewerten, bevor die Regierung über zusätzliche Entlastungen entscheidet.

Quellen

  • Franceinfo
  • AFP via Boursorama
  • Französische Regierung
  • Élysée-Palast

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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