Wirtschaft

Frankreichs Wasserparks rüsten bei Rutschen und Erlebniswelten auf

Frankreichs Wasserparks investieren in spektakuläre Rutschen und neue Erlebnisbereiche. Die Betreiber wollen mehr Gäste gewinnen, deren Aufenthalt verlängern und zusätzliche Einnahmen erzielen.

Le Bernard – 24.08.2026: Frankreichs Wasserparks rüsten auf. Mit hohen Rutschen, thematisch gestalteten Erlebniswelten und Angeboten für verschiedene Altersgruppen wollen die Betreiber in der Sommersaison mehr Gäste anziehen. Ein am Sonntag veröffentlichter Bericht von Franceinfo beschreibt den Erfolg dieser Strategie: Der kurze Nervenkitzel einer rasanten Abfahrt wird mit dem Versprechen eines Tagesausflugs für die ganze Familie verbunden.

Ein Beispiel ist O'Gliss Park in Le Bernard im Département Vendée. Anfang August meldete das Unternehmen für die erste Saisonhälfte zehn Prozent mehr Besucher als im Vorjahreszeitraum. Der Park feiert 2026 sein zehnjähriges Bestehen, verfügt nach eigenen Angaben über rund dreißig Wasserrutschen und bleibt in diesem Sommer bis zum 6. September geöffnet.

Zu den auffälligsten Attraktionen zählt die Reifenrutsche Stingray. Sie ist 26 Meter hoch und wird vom Betreiber als größte Reifenrutsche Europas beworben. Solche Anlagen erfüllen mehrere Zwecke: Sie verschaffen dem Park ein leicht vermarktbares Aushängeschild, sprechen Jugendliche und junge Erwachsene an und können zugleich viele Gäste in vergleichsweise kurzer Zeit aufnehmen. Gerade während der französischen Sommerferien ist dieser Durchsatz für die Besucherlenkung wichtig.

Die Investitionen beschränken sich allerdings nicht auf neue Attraktionen. O'Gliss Park gab nach eigenen Angaben in diesem Jahr 200.000 Euro für die Sanierung des Bodens im Wellenbecken aus. Wasseraufbereitung, Energieversorgung, Wartung und Sicherheitsaufsicht verursachen zudem hohe laufende Kosten. Spektakuläre Neuheiten sollen deshalb die Nachfrage stabilisieren und den finanziellen Aufwand rechtfertigen.

Andernorts entstehen ganze Freizeitkomplexe. In Albi wird ein neues Aquatikzentrum gebaut, für das nach regionalen Medienberichten 37 Millionen Euro vorgesehen sind. Beim Futuroscope nahe Poitiers gehört der Indoor-Wasserpark Aquascope zu einer umfassenderen Wachstumsstrategie. Am 8. Juli begrüßte er den millionsten Gast seit seiner Eröffnung im Juli 2024. Das Aquascope ist Teil des Investitionsprogramms Vision 2025, dessen Umfang der Betreiber mit 304 Millionen Euro beziffert.

Hinter diesem Ausbau steht ein klares Geschäftsmodell. Ein zusätzlicher Wasserpark oder eine weithin sichtbare Großrutsche soll neue Zielgruppen ansprechen und Gäste länger am Standort halten. Davon profitieren neben dem Kartenverkauf auch Hotels, Restaurants und weitere Freizeitangebote. Zugleich müssen die Anlagen Familien mit kleinen Kindern, Erholung suchenden Erwachsenen und Gästen auf der Suche nach Geschwindigkeit gerecht werden. Das Aquascope erreichte die Marke von einer Million Besuchern zwei Jahre nach seiner Eröffnung.

Quellen

  • Franceinfo
  • O'Gliss Park
  • Futuroscope
  • La Dépêche du Midi

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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