Saint-Eynard – 18.08.2026: Ein 53 Jahre alter Gleitschirmpilot ist am Saint-Eynard im Département Isère aus einer äußerst gefährlichen Lage gerettet worden. Wie Franceinfo berichtet, klappte sein Schirm während des Fluges plötzlich ein. Der Mann wurde gegen eine Felswand geschleudert und blieb auf einer schmalen, schwer zugänglichen Felsstufe liegen – rund 200 Meter über dem Abgrund.
Aus eigener Kraft konnte der Pilot seine Lage nicht verlassen. Ein weiterer Start war auf dem knappen Felsvorsprung ebenso ausgeschlossen wie ein sicherer Abstieg durch die steile Wand. Die alarmierten Einsatzkräfte mussten daher bis zu ihm vordringen, ihn gegen einen möglichen Absturz sichern und anschließend aus dem Gelände bergen. Franceinfo machte zunächst keine Angaben dazu, welche Einheiten beteiligt waren, wie lange der Einsatz dauerte oder ob ein Hubschrauber eingesetzt wurde.
Der Unfallort liegt am Saint-Eynard, einem markanten Berg oberhalb des Grésivaudan-Tals und nordöstlich von Grenoble. Steile Kalksteinwände, bewaldete Hänge und schwer erreichbare Abschnitte prägen das Gelände. Für Gleitschirmpiloten kann ein Kontrollverlust in unmittelbarer Nähe des Reliefs besonders folgenreich sein: Nach dem Einklappen der Kappe bleiben dort nur wenige Augenblicke und wenig Höhe, um den Schirm wieder zu öffnen oder einen geeigneten Landeplatz anzusteuern.
Die Ursache für das plötzliche Einklappen geht aus dem Bericht nicht hervor. Auch zu den Wind- und Wetterverhältnissen, zur Flughöhe sowie zur Erfahrung des Piloten lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Solche Angaben wären nötig, um den Unfallablauf genauer beurteilen zu können. Ein eingeklappter Gleitschirm bedeutet zudem nicht zwangsläufig einen vollständigen und dauerhaften Kontrollverlust; entscheidend sind unter anderem die Nähe zum Gelände und die Möglichkeit, die Kappe rechtzeitig zu stabilisieren.
Rettungen an Felswänden verlangen eine sorgfältige Sicherung des Verunglückten und der Einsatzkräfte. Leinen und Schirmmaterial können sich am Gestein verfangen, während Wind oder Bewegungen auf einer schmalen Felsstufe die Absturzgefahr erhöhen. Falls ein Hubschrauber eingesetzt wird, muss außerdem berücksichtigt werden, dass dessen Luftstrom lose Ausrüstung bewegen und die Situation an der Wand verändern kann.
Trotz des Aufpralls und der exponierten Lage kam der 53-Jährige nach den bisher vorliegenden Angaben mit einer leichten Verletzung davon. Franceinfo zufolge erlitt er lediglich eine Verstauchung an den Fingern. Hinweise auf weitere Verletzungen gab es zunächst nicht. Nach der Bergung wurde der Mann medizinisch versorgt.
Quellen
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).