Wirtschaft

OpenAI führt strengere ChatGPT-Regeln für Jugendliche ein

OpenAI hat eine eigene ChatGPT-Version für 13- bis 17-Jährige eingeführt. Sie begrenzt sensible Inhalte, soll stärker beim Lernen helfen und bietet Eltern zusätzliche Kontrollmöglichkeiten.

San Francisco – 18.08.2026: OpenAI hat eine gesonderte ChatGPT-Version für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren eingeführt. Das Angebot namens ChatGPT for Teens wird nach Angaben des Unternehmens automatisch aktiviert, wenn Nutzer sich als minderjährig ausgeben oder ein internes System ein Konto wahrscheinlich einer minderjährigen Person zuordnet. Der Schritt folgt auf eine wachsende Debatte über die Risiken von KI-Chatbots für junge Menschen.

Die Alterseinschätzung stützt sich laut OpenAI auf Kontodaten sowie Nutzungs- und Verhaltenssignale. Dazu gehören unter anderem das Alter des Kontos, typische Nutzungszeiten und wiederkehrende Aktivitätsmuster. Erwachsene, die irrtümlich der Jugendversion zugeordnet werden, können ihr Alter über einen Dienst zur Identitätsprüfung bestätigen lassen. OpenAI will auf diese Weise verhindern, dass Minderjährige ohne Weiteres auf die weniger eingeschränkte Standardversion zugreifen.

In der Jugendversion sollen die Schutzvorkehrungen bei Selbstverletzung, Suizidgedanken, Essstörungen, Gewalt sowie sexuellen oder romantischen Interaktionen strenger greifen. Der Chatbot soll Jugendlichen außerdem nicht suggerieren, er besitze eigene Gefühle oder Bewusstsein oder unterhalte eine persönliche Beziehung zu ihnen. Bei Schulaufgaben soll die Anwendung stärker auf Erklärungen und schrittweise Hilfen ausgerichtet sein, anstatt fertige Texte oder Lösungen auszugeben.

Eltern und Erziehungsberechtigte können ihr eigenes Konto mit dem eines Jugendlichen verknüpfen und einzelne Funktionen steuern. Einstellen lassen sich unter anderem ein erweiterter Schutz vor sensiblen Inhalten, die Speicherfunktion, der Sprachmodus und die Bilderzeugung. Auch Ruhezeiten sind vorgesehen, in denen ChatGPT nicht genutzt werden kann. Auf gewöhnliche Unterhaltungen erhalten Eltern laut OpenAI keinen Zugriff. Erkennt das System jedoch ein ernstes Sicherheitsrisiko, kann eine begrenzte Benachrichtigung ausgelöst werden.

Die Einführung folgt auf Klagen und öffentliche Kritik in den Vereinigten Staaten. Sie betreffen mögliche Gefahren einer intensiven Chatbot-Nutzung durch Minderjährige. Die Familie des 16-jährigen Adam Raine verklagte OpenAI im August 2025 und wirft dem Unternehmen vor, ChatGPT habe zum Suizid des Jugendlichen beigetragen. Über die Vorwürfe ist nicht rechtskräftig entschieden.

Für OpenAI ist die Jugendversion damit mehr als eine zusätzliche Produkteinstellung. Das Unternehmen verankert die Unterscheidung nach Altersgruppen im laufenden Betrieb und verbindet eine automatisierte Einschätzung mit technischen Beschränkungen und freiwilligen Elternkontrollen. Damit reagiert der Anbieter zugleich auf regulatorischen und gesellschaftlichen Druck, Minderjährige bei der Nutzung generativer künstlicher Intelligenz wirksamer zu schützen. Die strengeren Vorgaben gelten nach Angaben des Unternehmens als Voreinstellung für als minderjährig erkannte Konten.

Quellen

  • Franceinfo
  • OpenAI Help Center: ChatGPT Release Notes
  • OpenAI Help Center: Parental Controls on ChatGPT – FAQ
  • Associated Press

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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