Politik & Gesellschaft

Großbrand bei Cotignac: Dutzende Häuser im Var beschädigt

Der Waldbrand am Gros Bessillon bei Cotignac hat nach Angaben der Präfektur Var rund 2.500 Hektar erfasst. Feuerwehrkräfte bekämpfen weiterhin aktive Brandstellen; mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt.

Cotignac – 22.07.2026: Ein großflächiger Vegetationsbrand im Massif du Gros Bessillon bei Cotignac im Département Var hat bis Mittwochmorgen nach Angaben der Präfektur rund 2.500 Hektar erfasst. Die Einsatzkräfte konnten die Ausbreitung während der Nacht deutlich bremsen, doch der Brand ist weiterhin aktiv. Wegen erwarteter ungünstigerer Wetterbedingungen bleibt die Lage angespannt.

Feuerwehrleute waren die gesamte Nacht im Einsatz. Niedrigere Temperaturen und nachlassender Wind ermöglichten es, die Intensität des Feuers zu reduzieren und die Flammen auf den bislang betroffenen Bereich zu begrenzen. Am Mittwochmorgen begannen Löschhubschrauber erneut mit Wasserabwürfen. Ihnen sollten Löschflugzeuge vom Typ Canadair und Dash zur Brandbekämpfung folgen.

Nach dem jüngsten Lagebericht der Präfektur wurden zwischen 30 und 40 Wohnhäuser durch das Feuer beschädigt. Mehrere hundert weitere Gebäude konnten demnach geschützt werden. Die Behörden setzen umfangreiche Kräfte ein, um Glutnester zu bekämpfen und ein erneutes Vordringen der Flammen zu verhindern. Das vorrangige Ziel ist, den Brand noch am 22. Juli unter Kontrolle zu bringen.

In Cotignac konnten das Heiligtum Notre-Dame und das Kloster Saint-Joseph vor den Flammen bewahrt werden. Auch die Stromversorgung eines Brunnens sowie der örtlichen Kläranlage wurde wiederhergestellt. Diese Anlagen waren zeitweise beeinträchtigt, nachdem der Brand die Umgebung der Gemeinde erreicht hatte. Die Präfektur verweist weiter auf einen hohen Bedarf an Luftunterstützung und Bodenkräften.

Bewohner schilderten gegenüber Franceinfo die schnelle Annäherung der Flammen als besonders bedrohlich. Nach Angaben des Senders wurde ein Weingut in Mitleidenschaft gezogen; außerdem musste ein Wohngebiet kurzfristig geräumt werden. Die Evakuierungen erfolgten, als sich das Feuer in der Nähe von Wohnhäusern ausbreitete. Eine abschließende Bilanz der Sachschäden liegt bislang nicht vor.

Am Vortag wurden laut Präfektur nahezu 300 Löschabwürfe aus der Luft durchgeführt. Der Brand hatte sich im schwer zugänglichen Gelände des Gros Bessillon rasch ausgedehnt. Die Einsatzleitung konzentriert sich nun auf die Sicherung der Brandränder und auf Bereiche, in denen Hitze und Wind erneut eine Gefahr für Häuser, Infrastruktur und Vegetation schaffen könnten.

Für die Einwohner von Cotignac und den umliegenden Gemeinden bleibt die Situation daher vorsichtig zu bewerten. Die Behörden raten dazu, die amtlichen Anweisungen zu befolgen und gesperrte Bereiche nicht zu betreten. Über die Ursache des Feuers machten die zuständigen Stellen im jüngsten veröffentlichten Lagebericht keine Angaben.

Quellen

  • Präfektur Var
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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