Gaza-Stadt – 02.08.2026: Die Hamas hat nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump erklärt, sie habe einem Plan zur schrittweisen Entwaffnung im Gazastreifen zugestimmt. Trump hatte am 30. Juli von einer historischen Vereinbarung gesprochen und sie als wichtigen Schritt seines Gaza-Friedensplans bezeichnet. Unabhängige Angaben über den Beginn, Umfang und die Kontrolle der Waffenabgabe liegen bislang jedoch nicht vor.
Nach dem bekannt gewordenen Plan sollen Hamas und weitere bewaffnete Gruppierungen ihre militärischen Strukturen schrittweise aufgeben. Zivile Verwaltungs- und Sicherheitsaufgaben im Gazastreifen sollen demnach an eine neue palästinensische Technokratenverwaltung übergehen. Diese Verwaltung wäre an das von Trump unterstützte Friedensgremium gebunden, das den Wiederaufbau und die politische Übergangsphase begleiten soll.
Die Entwaffnung ist mit einem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen verknüpft. Nach Berichten über den Plan soll der Abzug parallel zu überprüfbaren Schritten bei der Abgabe von Waffen erfolgen. Damit bleibt die Reihenfolge ein zentraler Konfliktpunkt: Hamas verlangt Zusagen zur Beendigung israelischer Angriffe und zum Rückzug, während Israel die vollständige Entmilitarisierung des Gebiets zur Voraussetzung macht.
Die Hamas hatte ihre Bereitschaft in den vergangenen Monaten mehrfach an Bedingungen geknüpft. Anfang Juli löste die Organisation ihre bisherige De-facto-Regierung im Gazastreifen auf und erklärte sich bereit, zivile Zuständigkeiten an eine Technokratenverwaltung zu übertragen. Eine verbindliche Aufgabe ihrer Waffen hatte sie damals noch nicht bestätigt. Die neue Erklärung wäre deshalb ein weitergehender Schritt, falls sie praktisch umgesetzt wird.
Der veröffentlichte Rahmen sieht vor, dass Waffenbestände unter Aufsicht der neuen Verwaltung erfasst und gelagert werden. Auch Tunnel, Sprengmittel und militärische Infrastruktur sollen nach früheren Planentwürfen beseitigt werden. Offen ist, welche internationale oder palästinensische Stelle die Kontrollen durchführen soll und welche Folgen Verstöße gegen vereinbarte Etappen hätten.
Der Hintergrund ist ein Waffenstillstand, der die großen Kampfhandlungen im Oktober 2025 beendete, dessen zweite Phase aber seit Monaten stockt. Zu den ungelösten Fragen zählen die Sicherheitsordnung im Gazastreifen, der israelische Militäreinsatz, der Wiederaufbau und die dauerhafte Regierungsstruktur. Trotz des Waffenstillstands wurden weiterhin Angriffe aus dem Gebiet gemeldet.
Die jüngste Ankündigung schafft daher noch keinen vollzogenen Durchbruch. Sie beschreibt zunächst eine politische Verständigung, deren Glaubwürdigkeit von überprüfbaren Waffenabgaben, einem abgestimmten israelischen Rückzug und der tatsächlichen Arbeitsfähigkeit der vorgesehenen palästinensischen Verwaltung abhängt.
Quellen
- Associated Press
- Le Monde
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).