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Israelischer Drohnenangriff erschwert den Gaza-Fahrplan

Bei einem israelischen Angriff im Norden des Gazastreifens ist nach Angaben des palästinensischen Zivilschutzes ein Mensch getötet worden. Der Vorfall trifft den von den USA unterstützten Fahrplan für Entwaffnung und Truppenabzug in einer festgefahrenen…

Gaza-Stadt – 13.08.2026: Israel hat nach mehr als einer Woche ohne öffentlich bekannt gegebenen gezielten Angriff erneut ein Ziel im Norden des Gazastreifens beschossen. Der palästinensische Zivilschutz meldete einen Toten und mehrere Verletzte. Die israelische Armee erklärte, der Drohnenangriff in Beit Lahia habe einem Kommandeur der Hamas gegolten. Ob der Mann getroffen oder getötet wurde, ließ das Militär zunächst offen.

Der Angriff fällt in eine heikle Phase der Verhandlungen über den Gazastreifen. Die Umsetzung eines von US-Präsident Donald Trump unterstützten Fahrplans ist ins Stocken geraten. Das Konzept sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen schrittweise außer Dienst stellt und Israel seine Truppen nach einem abgestimmten Zeitplan zurückzieht. Hinzukommen sollen eine palästinensische Übergangsverwaltung, internationale Aufsicht und Hilfe für den Wiederaufbau des weitgehend zerstörten Küstengebiets.

Nach dem veröffentlichten Text des Fahrplans soll ein internationales Verifikationskomitee jeweils bestätigen, dass die vereinbarten Verpflichtungen erfüllt wurden, bevor die nächste Stufe beginnt. Eine internationale Stabilisierungstruppe wäre demnach dafür zuständig, die Waffenruhe und humanitäre Lieferungen abzusichern sowie palästinensische Polizeikräfte auszubilden. Der Rückzug der israelischen Armee soll parallel zur Entwaffnung bewaffneter Gruppen erfolgen. Gerade diese zeitliche Verknüpfung ist jedoch umstritten.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den jüngsten Vorschlag öffentlich zurückgewiesen. Er knüpft jeden Abzug israelischer Soldaten an eine vollständige und nachprüfbare Entwaffnung der Hamas. Die Organisation hatte dem Konzept einer schrittweisen Abgabe von Waffen nach Berichten der Nachrichtenagentur Associated Press grundsätzlich zugestimmt, die Aufgabe schwerer Waffen jedoch mit weitergehenden politischen Bedingungen verbunden. Beide Seiten verlangen damit zunächst Vorleistungen der jeweils anderen.

Der erneute Angriff erschwert die Gespräche zusätzlich. Vertreter des von Trump eingesetzten Friedensgremiums hatten Israel zuvor aufgefordert, gezielte Schläge einzustellen, um Fortschritte bei der Vereinbarung zu ermöglichen. Nach Angaben der Associated Press hatte Israel seit dem 3. August keinen solchen Angriff mehr öffentlich gemeldet. Krankenhäuser im Gazastreifen berichteten am Mittwoch von vier Verletzten nach dem Beschuss in Beit Lahia.

Unklar ist zudem, welche unmittelbaren Folgen der Angriff für den Fahrplan haben wird. Dessen Kontrollmechanismen sind bislang ebenso wenig umgesetzt wie die vorgesehene Übergangsverwaltung und der abgestufte Rückzug. Auch zur Identität des mutmaßlichen Zieles veröffentlichte die israelische Armee keine weiteren Angaben. Die Berichte über Tote und Verletzte stammen vom palästinensischen Zivilschutz und von Krankenhäusern im Gazastreifen; wegen des eingeschränkten Zugangs zum Kampfgebiet lassen sie sich derzeit nicht unabhängig abschließend überprüfen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).