Paris – 21.09.2026: Das Krankenhaus Hôtel-Dieu neben der Kathedrale Notre-Dame soll am Freitag, 25. September, wegen des Besuchs von Papst Leo XIV. nur eingeschränkt arbeiten. Nach Angaben der Gewerkschaft CGT-AP-HP sind aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen mehrere Bereiche des Hauses betroffen. Die Gewerkschaft berichtet von abgesagten medizinischen Terminen und einem erheblich erschwerten Zugang für Patienten.
Nach Darstellung der CGT sollen Konsultationen und ambulante Eingriffe entfallen, während die Tätigkeit des Krankenhauses insgesamt reduziert werde. Die Gewerkschaft kritisiert, dass Patienten teilweise seit Monaten auf Untersuchungen oder Behandlungen warteten. Sicherheitsauflagen dürften nicht dazu führen, dass besonders schutzbedürftige Menschen bereits vereinbarte medizinische Leistungen verlören. Eine detaillierte Stellungnahme der Krankenhausverwaltung zu Zahl und Art der betroffenen Termine lag zunächst nicht vor.
Das Hôtel-Dieu gehört zum öffentlichen Pariser Krankenhausverbund Assistance publique – Hôpitaux de Paris. Es liegt unmittelbar am Vorplatz von Notre-Dame auf der Île de la Cité und damit innerhalb des besonders geschützten Bereichs für den Papstbesuch. Die Lage des Hauses erschwert eine Trennung zwischen dem Zugang zur Klinik und den Kontrollen rund um die Kathedrale.
Die französischen Behörden haben den Aufenthalt des Papstes vom 25. bis 28. September als Großereignis eingestuft. Ein amtliches Dekret nennt für den 25. September Notre-Dame und den Vorplatz der Kathedrale als besonders zu sichernde Orte. Papst Leo XIV. soll dort am Freitagabend eine Vesper mit Geistlichen, Ordensangehörigen und weiteren kirchlichen Gruppen feiern.
Die Stadt Paris und die Polizeipräfektur bereiten für den 25. und 26. September umfangreiche Einschränkungen vor. Je nach Sicherheitszone betreffen sie den Straßenverkehr, das Parken und den Zugang zu einzelnen Bereichen. Anwohner, Beschäftigte und Besucher müssen mit Kontrollen rechnen. Für ein Krankenhaus ist eine solche Sperrzone besonders heikel, weil Patienten, Personal, Rettungsdienste und Lieferanten das Gelände weiterhin erreichen müssen.
Die CGT fordert deshalb, die medizinische Versorgung im Hôtel-Dieu trotz der Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten. Das öffentliche Krankenhaus müsse für alle Patienten zugänglich bleiben. Aus Sicht der Gewerkschaft reichen allgemeine Sicherheitserwägungen nicht aus, um Behandlungen und Sprechstunden kurzfristig abzusagen. Sie verlangt eine Organisation, die den Papstbesuch absichert, ohne die Versorgung unverhältnismäßig einzuschränken.
Patienten mit einem Termin am 25. September sollten sich vorab beim zuständigen Krankenhausdienst erkundigen, ob ihre Untersuchung stattfindet und welcher Zugang geöffnet bleibt. Verbindlich festgelegt sind bereits die Schutzmaßnahmen rund um Notre-Dame; über den Umfang der Einschränkungen im Hôtel-Dieu liegen bislang vor allem Angaben der CGT vor.
Quellen
- Franceinfo
- Légifrance
- Stadt Paris
- Notre-Dame de Paris
- CGT-AP-HP
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).