Paris – 13.08.2026: Frankreich will den Kauf und das langfristige Leasing gebrauchter Elektroautos fördern. Nach einem Entwurf des Umweltministeriums soll die neue Regelung am 1. September 2026 in das System der Energieeinsparzertifikate aufgenommen werden. Erstmals würde dieses Instrument damit auch bereits zugelassene Elektro-Pkw erfassen. Der endgültige Verordnungstext war am Donnerstag allerdings noch nicht im französischen Amtsblatt veröffentlicht.
Die geplante Standardregel TRA-EQ-133 gilt dem Entwurf zufolge für Elektroautos, die zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2023 erstmals zugelassen wurden. Berücksichtigt werden sollen sowohl Kaufverträge als auch Leasingverträge mit einer Laufzeit von mindestens 36 Monaten. Jedes Fahrzeug darf nur einmal gefördert werden. So soll verhindert werden, dass für dasselbe Auto mehrfach Energieeinsparzertifikate beansprucht werden.
Eine zentrale Voraussetzung ist ein dokumentierter Batteriezustand von mehr als 80 Prozent. Der Nachweis soll anhand technischer Fahrzeugdaten oder durch ein festgelegtes Diagnoseverfahren erbracht werden. Für Käufer ist diese Angabe besonders wichtig: Die verbleibende Batteriekapazität beeinflusst Reichweite, Alltagstauglichkeit und Wiederverkaufswert eines Elektroautos. Vor Vertragsabschluss sollten Interessenten daher prüfen, ob ein belastbares Zertifikat vorliegt und welches Verfahren dafür verwendet wurde.
Die Prämie wäre kein einheitlicher staatlicher Festbetrag. Ihre Höhe hängt vom Wert der Energieeinsparzertifikate ab, die Energieunternehmen oder beauftragte Anbieter für förderfähige Vorgänge ausstellen können. Angebote dürften deshalb je nach Anbieter und Zeitpunkt unterschiedlich ausfallen. Der Entwurf setzt je Fahrzeug einen Standardwert von 42,2 Megawattstunden kumulierter Energieeinsparung an. Aus diesem rechnerischen Wert wird die finanzielle Vergünstigung abgeleitet.
Eine höhere Unterstützung ist für Beschäftigte und Dienste in der häuslichen Betreuung vorgesehen. Für sie soll die Förderung vorübergehend vervielfacht werden, sofern der Kaufpreis höchstens 25.000 Euro einschließlich Steuern beträgt und das Fahrzeug weniger als 1.800 Kilogramm wiegt. Das Ministerium nennt für diese Fälle eine Prämie von ungefähr 2.000 Euro je Fahrzeug als Zielgröße. Die Sonderregel soll für Vorhaben gelten, die spätestens am 31. Dezember 2026 eingeleitet werden.
Für den französischen Gebrauchtwagenmarkt würde die Regelung eine Lücke in der Förderung verkleinern. Der ökologische Bonus und die Umtauschprämie stehen für gebrauchte Fahrzeuge nach früheren Änderungen nicht mehr allgemein zur Verfügung. Die geplante CEE-Förderung richtet sich damit gezielt an Käufer, denen ein neues Elektroauto zu teuer ist. Maßgeblich bleiben jedoch die endgültigen Bedingungen: Voraussetzungen, Fristen und Berechnungsmethode werden erst mit der Veröffentlichung der Verordnung im Journal officiel verbindlich.
Quellen
- Französisches Umweltministerium: öffentliche Konsultation zur geplanten Regel TRA-EQ-133
- Franceinfo: Beitrag zur geplanten Kaufhilfe für gebrauchte Elektroautos
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).