Paris – 10.09.2026: Frankreich muss nach Angaben der Regierung derzeit keine allgemeine Knappheit bei Benzin und Diesel befürchten. An einzelnen Tankstellen von TotalEnergies kam es in den vergangenen 24 Stunden allerdings zu zeitweiligen Ausfällen. Ursache ist demnach kein landesweiter Lieferengpass, sondern ein ungewöhnlich starker Kundenandrang auf Stationen mit gedeckelten Preisen.
TotalEnergies hat den Literpreis für Benzin in seinem französischen Netz auf 1,99 Euro begrenzt; für Diesel gilt eine Obergrenze von 2,25 Euro. Der Konzern führte die Maßnahme im Juli als Reaktion auf steigende internationale Preise für Mineralölprodukte infolge des erneuten Konflikts im Nahen Osten ein. Gegenüber vielen Wettbewerbern entsteht dadurch ein deutlicher Preisvorteil, der die Nachfrage auf die Stationen des Unternehmens konzentriert.
Das Wirtschaftsministerium erklärte am 9. September nach einem Treffen mit Kraftstoffhändlern, auf nationaler Ebene bestehe kein Risiko für die Belieferung der Tankstellen. Die zeitweise Erschöpfung einzelner Vorräte sei daher von einer strukturellen Versorgungskrise zu unterscheiden. Solche lokalen Ausfälle können entstehen, wenn die Nachfrage an bestimmten Standorten kurzfristig die üblichen Lieferzyklen und Lagermengen übersteigt.
Die staatliche Beobachtung umfasst rund 9.900 Tankstellen. In der amtlichen Statistik gilt eine Station bei Ottokraftstoffen erst als betroffen, wenn sämtliche dort angebotenen Benzinsorten nicht verfügbar sind. Fehlt lediglich Super Plus, während Super E10 oder Super 95 weiter verkauft wird, zählt der Standort nicht als vollständiger Benzinausfall. Die Definition soll verhindern, dass punktuelle Sortimentslücken den Eindruck einer landesweiten Knappheit erwecken.
Anfang September arbeiteten den jüngsten amtlichen Daten zufolge 95 Prozent der erfassten Stationen ohne Schwierigkeiten bei Benzin oder Diesel. Regionale Unterschiede blieben jedoch sichtbar: In der Bretagne, im Grand Est, im Centre-Val de Loire und in den Pays de la Loire lag der Anteil der Tankstellen mit mindestens einer Lieferstörung über dem landesweiten Durchschnitt. Grundlage sind tägliche Meldungen der Betreiber.
Die Preisfrage bleibt politisch umstritten. Das Ministerium lehnt einen allgemeinen staatlichen Preisdeckel ebenso ab wie eine breite Senkung der Kraftstoffsteuern. Es verweist auf die angespannte Lage der öffentlichen Finanzen und setzt auf gezielte Hilfen für besonders belastete Haushalte und Unternehmen. Nach Regierungsangaben umfasst das Unterstützungspaket 1,4 Milliarden Euro.
Am 9. September kostete Super E10 in Frankreich durchschnittlich 2,124 Euro je Liter, Diesel 2,292 Euro. Beide Preise lagen deutlich über dem Stand von Ende Februar. Der wirtschaftliche Druck auf Autofahrer ist damit erheblich. Die örtlichen Ausfälle an günstigeren TotalEnergies-Stationen sind bislang jedoch kein Beleg für eine allgemeine Erschöpfung der französischen Kraftstoffvorräte.
Quellen
- Franceinfo
- Französisches Wirtschaftsministerium – Kraftstoffpreise
- Französische Regierung
- TotalEnergies Services France
- AFP via Boursorama
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).