Paris – 06.09.2026: Charline Bourgeois-Tacquets Film "Das Leben einer Frau" kommt am 9. September 2026 in die französischen Kinos. Léa Drucker spielt Gabrielle, eine 55-jährige Chirurgin und Leiterin einer Krankenhausabteilung. Der 98 Minuten lange französisch-belgische Film wurde im Mai im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes gezeigt und zählt zu den bemerkenswerten französischen Kinostarts dieses Frühherbstes.
Gabrielle organisiert Operationen, führt Personal und bewältigt den Alltag einer öffentlichen Klinik, während ihr kaum private Zeit bleibt. Zu ihrem Umfeld gehören ihr Ehemann Henri, dargestellt von Charles Berling, und ihre Mutter Arlette, gespielt von Marie-Christine Barrault. Der Film folgt einer Frau, die Verantwortung als Berufung versteht, in deren geordnetem Alltag jedoch immer weniger Raum für eigene Bedürfnisse bleibt.
In Bewegung gerät dieses Gefüge durch Frida, eine Schriftstellerin, die mehrere Wochen in Gabrielles Abteilung recherchiert. Mélanie Thierry übernimmt die Rolle der Beobachterin, deren fremder Blick auf den routinierten Klinikbetrieb Gabrielles Verhältnis zu Arbeit, Partnerschaft und Alter verändert. So verbindet der Film das persönliche Porträt seiner Hauptfigur mit dem Druck, dem Beschäftigte eines öffentlichen Krankenhauses ausgesetzt sind.
Bourgeois-Tacquet führte Regie und schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Fanny Burdino. Nach ihrem Langfilmdebüt "Die Liebenden von Anaïs" aus dem Jahr 2021 setzt sie erneut auf eine weibliche Hauptfigur, deren Gefühle und Entscheidungen den Erzählkern bilden. In Cannes lief "Das Leben einer Frau" im offiziellen Wettbewerb, in dem internationale Produktionen um die Goldene Palme konkurrieren.
Auf die Krankenhauspassagen bereitete sich die Regisseurin durch Beobachtungen in der Kiefer- und Gesichtschirurgie des Pariser Krankenhauses Pitié-Salpêtrière vor. Dort erhielt sie Einblick in die Abläufe einer chirurgischen Abteilung. Diese Recherche floss nach Angaben der Produktion in die Darstellung von Gabrielles Arbeitswelt ein. Eine dokumentarische Bestandsaufnahme des französischen Gesundheitswesens will der Spielfilm gleichwohl nicht sein.
Druckers Figur bewährt sich vielmehr in konkreten täglichen Aufgaben: Sie muss medizinische Entscheidungen treffen, Führungsverantwortung übernehmen, familiäre Verpflichtungen erfüllen und verhindern, dass ihr Privatleben vollständig hinter dem Beruf verschwindet. Neben Drucker, Thierry, Berling und Barrault gehört Laurent Capelluto zur Besetzung. Produziert wurde der Film von Les Films Pelléas, den französischen Verleih übernimmt Pyramide Distribution.
Der Kinostart folgt knapp vier Monate nach der Weltpremiere an der Croisette und bringt den Film nun aus dem Festivalbetrieb in das reguläre Programm. "Das Leben einer Frau" startet am 9. September landesweit in Frankreich. Nach den Angaben des Verleihs ist der Film für Zuschauer aller Altersgruppen freigegeben.
Quellen
- Franceinfo
- Festival de Cannes
- Pyramide Distribution
- Les Films Pelléas
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).