Politik & Gesellschaft

Macron bekräftigt Frankreichs Souveränität über Saint-Pierre-et-Miquelon

Auf Saint-Pierre-et-Miquelon hat Emmanuel Macron die Zugehörigkeit des Archipels zu Frankreich betont. Anlass war eine von Donald Trump veröffentlichte Karte, die das Überseegebiet den Vereinigten Staaten zuschlug.

Saint-Pierre – 21.09.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bei seinem Besuch auf Saint-Pierre-et-Miquelon die französische Souveränität über den nordatlantischen Archipel bekräftigt. Das Gebiet sei französisch, und Frankreich fühle sich ihm eng verbunden, sagte Macron. Damit reagierte er auf eine Karte, die US-Präsident Donald Trump Anfang September in sozialen Netzwerken veröffentlicht hatte. Darauf erschien der Archipel unter der Flagge der Vereinigten Staaten.

Die Darstellung zeigte ein erheblich erweitertes amerikanisches Staatsgebiet, das neben Kanada, Grönland und Mexiko auch französische Gebiete in der Karibik sowie Saint-Pierre-et-Miquelon einschloss. Trump erläuterte die Veröffentlichung nicht. Sie folgte jedoch auf wiederholte Äußerungen des US-Präsidenten über Kanada und Grönland, die international Irritationen ausgelöst hatten. Paris wertete die Karte als politische Provokation, nicht als förmlichen Gebietsanspruch oder rechtlichen Grenzstreit.

Zusätzliches diplomatisches Gewicht erhielt Macrons Reise durch ein Treffen mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney am 20. September. Beide Regierungschefs vereinbarten, die Zusammenarbeit in Verteidigung, Raumfahrt, Energie, Telekommunikation und beim Umgang mit Klimafolgen zu vertiefen. Macron unterstützte zudem das kanadische Bestreben, die Beziehungen zur Europäischen Union institutionell enger zu gestalten.

Saint-Pierre-et-Miquelon liegt südlich von Neufundland und Labrador vor der kanadischen Atlantikküste. Der Archipel ist eine französische Überseegebietskörperschaft. Seine Einwohner sind französische Staatsbürger und beteiligen sich an den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen des Landes. Wegen seiner Lage besitzt das kleine Gebiet eine Bedeutung, die über seine Einwohnerzahl hinausreicht: für die Fischerei, den Schiffsverkehr und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Kanada.

Macron verband die politische Botschaft mit einem konkreten Vorhaben für die Inseln. Nach Angaben der Agence France-Presse kündigte er 19 Millionen Euro für die Erneuerung des Hafens von Saint-Pierre an. Ein Kai der Anlage muss saniert werden. Für die örtliche Wirtschaft ist der Hafen unverzichtbar, da Warenverkehr, Fischerei und die Versorgung des abgelegenen Archipels weitgehend von seiner Funktionsfähigkeit abhängen.

Das Treffen mit Carney diente zugleich der engeren Abstimmung zweier Regierungen, deren Beziehungen zu Washington unter Druck geraten sind. Kanada sucht angesichts amerikanischer Zölle und wirtschaftspolitischer Forderungen nach zusätzlichen Partnern. Frankreich nutzte den Besuch, um auf die Unverletzlichkeit seiner Grenzen und die Geltung des Völkerrechts zu pochen.

Die französisch-kanadische Annäherung fand damit an einem Ort statt, an dem beide Staaten unmittelbare Nachbarn sind. Zwischen dem kanadischen Neufundland und dem französischen Archipel liegen nur wenige Kilometer. Macron und Carney sagten dort eine engere Infrastruktur- und Sicherheitskooperation im Nordatlantik zu.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Agence France-Presse
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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