Politik & Gesellschaft

Macron bekräftigt französische Souveränität über Saint-Pierre und Miquelon

Frankreichs Präsident reagiert auf eine von Donald Trump verbreitete Karte, die den Archipel den Vereinigten Staaten zuschlägt. Bei seinem Besuch empfängt Macron auch Kanadas Premierminister Mark Carney.

Saint-Pierre – 20.09.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bei seiner Ankunft in Saint-Pierre die Zugehörigkeit des Archipels Saint-Pierre und Miquelon zu Frankreich bekräftigt. Er reagierte damit auf eine Anfang September von US-Präsident Donald Trump verbreitete Karte, die den nordamerikanischen Raum einschließlich Kanadas, Grönlands und des französischen Überseegebiets unter der Flagge der Vereinigten Staaten zeigte. Der französische Status des Archipels sei offenkundig und nicht verhandelbar, erklärte Macron.

Der Präsident traf am Samstagabend, dem 19. September, zu einem zweitägigen Aufenthalt in dem französischen Gebiet ein. Saint-Pierre und Miquelon liegt vor der kanadischen Küste, rund 4.300 Kilometer von Paris entfernt. Die Reise verbindet örtliche Anliegen wie Fischerei, Bevölkerungsentwicklung und wirtschaftliche Perspektiven mit einer außenpolitischen Botschaft: Frankreich beansprucht auch im Nordatlantik die uneingeschränkte Achtung seiner territorialen Souveränität.

Eine formelle Auseinandersetzung mit Washington besteht nach Macrons Darstellung nicht. Seine Bemerkung bezog sich jedoch erkennbar auf Trumps Veröffentlichung vom 7. September. Die Karte fügt sich in Äußerungen des US-Präsidenten ein, mit denen er den Einfluss der Vereinigten Staaten gegenüber Kanada und Grönland hervorhebt. Paris behandelt die Darstellung als politische Provokation, nicht als offiziellen amerikanischen Gebietsanspruch.

Am Sonntag, dem 20. September, empfängt Macron den kanadischen Premierminister Mark Carney auf dem Archipel. Nach Angaben aus dem Umfeld des Besuchs ist es die erste Reise eines kanadischen Regierungschefs nach Saint-Pierre und Miquelon. Die Begegnung soll der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit der unmittelbaren Nachbarn dienen. Kanada steht seinerseits wegen Handelsstreitigkeiten und amerikanischer Äußerungen zur staatlichen Souveränität unter Druck.

Der kleine Archipel ist Frankreichs einziges verbliebenes Territorium in Nordamerika. Seine Lage nahe Kanada verleiht ihm politische und strategische Bedeutung. Auf Saint-Pierre befindet sich außerdem eine Bodenstation des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo. Die französische Präsenz berührt damit auch Europas Anspruch, bei zentraler Infrastruktur technologisch eigenständig zu bleiben.

Zur Reise gehören zudem Gespräche über Energie. Kanada zählt zu den großen Produzenten von Erdöl und Erdgas. Angesichts hoher Energiepreise und des Krieges im Nahen Osten sucht Paris nach zusätzlichen kanadischen Liefermöglichkeiten für Europa, insbesondere nach verflüssigtem Erdgas von der Atlantikküste. Konkrete Abkommen wurden bei Macrons Ankunft nicht angekündigt.

Macron begrüßte zugleich eine am Freitag erzielte Sicherheitsvereinbarung der Vereinigten Staaten mit Dänemark zu Grönland. Sie respektiere nach seiner Darstellung die dänische Souveränität und das Völkerrecht. Damit verband er seine Antwort auf Trumps Karte mit der französischen Forderung, bestehende Grenzen und Hoheitsrechte auch unter verbündeten Staaten zu achten.

Quellen

  • Franceinfo
  • AFP
  • Le Monde
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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