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Macron empfängt Mohammed bin Salman zu Gesprächen in Paris

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman besucht am 23. und 24. August 2026 Frankreich. Mit Präsident Emmanuel Macron will er über die Krisen im Nahen Osten, Energie- und Handelswege sowie die bilaterale Zusammenarbeit beraten.

Paris – 23.08.2026: Saudi-Arabiens Kronprinz und Ministerpräsident Mohammed bin Salman hat einen zweitägigen offiziellen Besuch in Frankreich begonnen. Präsident Emmanuel Macron empfängt ihn am 23. und 24. August in Paris. Nach Angaben des Élysée stehen die Krisen im Nahen Osten und die engere Abstimmung Frankreichs mit seinen Partnern am Golf auf der Tagesordnung.

Die Gespräche sollen sich insbesondere mit der Lage im Iran, im Jemen und im Libanon befassen. Medienberichten zufolge wollen Paris und Riad zudem über alternative Energie- und Handelswege beraten, falls der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigt wird. Die Meerenge ist eine zentrale Route für die weltweite Versorgung mit Erdöl und Flüssiggas. Frankreich und Saudi-Arabien haben bereits eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet, die Energie- und Logistikverbindungen zwischen dem Nahen Osten und Europa prüfen soll.

Der Empfang belegt, welchen strategischen Rang Paris den Beziehungen zu Riad inzwischen wieder einräumt. Saudi-Arabien ist nach französischen Regierungsangaben der zweitwichtigste Handelspartner Frankreichs am Golf, hinter den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Zusammenarbeit reicht von Energie, Luftfahrt und Investitionen bis zu Sicherheitsfragen und diplomatischen Initiativen. Zugleich sucht Frankreich den Austausch mit einer Regionalmacht, die in mehreren Konflikten politischen und wirtschaftlichen Einfluss besitzt.

Der Besuch findet knapp acht Jahre nach der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Konsulat seines Landes in Istanbul am 2. Oktober 2018 statt. Eine 2021 veröffentlichte Bewertung der US-Geheimdienste kam zu dem Schluss, Mohammed bin Salman habe eine Operation zur Festnahme oder Tötung Khashoggis gebilligt. Die saudische Führung bestritt eine persönliche Verantwortung des Kronprinzen.

Die Tat hatte Mohammed bin Salman international isoliert und die Beziehungen zu westlichen Regierungen belastet. Sein Besuch in Paris im Juli 2022 markierte jedoch die Rückkehr zu hochrangigen Kontakten. Seither haben geopolitische Krisen, Saudi-Arabiens Stellung auf den Energiemärkten und die wirtschaftlichen Modernisierungspläne des Königreichs die Zusammenarbeit mit westlichen Staaten wieder intensiviert. Menschenrechtsfragen bleiben dennoch Teil der politischen Debatte über den Umgang mit Riad.

Für Frankreich verbindet sich der Besuch mit dem Bemühen, bei diplomatischen Initiativen im Nahen Osten handlungsfähig zu bleiben. Die Regierung in Paris setzt dabei auf eine engere Zusammenarbeit mit den Golfstaaten. Riad wiederum benötigt für seine Infrastruktur- und Investitionsvorhaben internationale Partner; französische Unternehmen hoffen auf Aufträge in Bereichen wie Verkehr, Energie und Logistik.

Konkrete Vereinbarungen wurden vor Gesprächsbeginn nicht angekündigt. Am Montag, dem 24. August, soll die französisch-saudische Arbeitsgruppe auf Ministerebene zusammentreten. Beraten werden vorrangige Energie- und Logistikprojekte, deren Finanzierung und mögliche Aufgaben französischer Unternehmen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Élysée-Angaben über Reuters
  • Associated Press
  • France Diplomatie
  • US Office of the Director of National Intelligence

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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