Paris – 10.09.2026: Präsident Emmanuel Macron hat beim Internationalen Raumfahrtgipfel im Grand Palais für größere europäische Eigenständigkeit im All geworben. Zum Abschluss einer Gesprächsrunde am ersten Gipfeltag sprach er mit der französischen Astronautin Sophie Adenot, die sich seit dem 13. Februar auf der Internationalen Raumstation befindet und sich damit sieben Monaten im Orbit nähert.
Adenot berichtete aus ihrem Alltag an Bord der Station. Die Mission Epsilon ist ihr erster Langzeitaufenthalt im All. Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation startete sie mit der Crew-12-Mission zu einem auf etwa neun Monate angelegten Einsatz. Die frühere Hubschrauber-Testpilotin gehört zur Astronautenklasse der ESA von 2022; im Mai 2024 wurde sie für ihre erste Mission ausgewählt.
Der Gipfel am 9. und 10. September bringt nach Angaben des Élysée-Palastes Vertreter von 90 Staaten und internationalen Organisationen sowie fast 1.100 Unternehmen der Raumfahrtbranche zusammen. Staats- und Regierungschefs, Minister, Raumfahrtagenturen, junge Unternehmen und Astronauten beraten über die Raumfahrtwirtschaft, wissenschaftliche Erkundungsmissionen und die Sicherheit im All.
Macron nutzt das Treffen, um Europas Abhängigkeit bei Trägerraketen, Satellitenkommunikation und Erdbeobachtung stärker auf die politische Tagesordnung zu setzen. Frankreich verbindet die Forderung nach höheren europäischen und nationalen Investitionen mit dem Ziel, industrielle Fähigkeiten auf dem Kontinent zu erhalten. Zugleich bleibt die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern nach Darstellung der ESA ein Grundpfeiler der europäischen Raumfahrtpolitik.
Adenots Einsatz verleiht dieser strategischen Debatte einen konkreten Bezug. An Bord arbeitet sie an wissenschaftlichen Experimenten und übernimmt technische Aufgaben. Anfang September absolvierte sie gemeinsam mit der NASA-Astronautin Jessica Meir einen Außeneinsatz. Dieser endete am 1. September um 21.29 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit.
Der Pariser Gipfel bereitet zugleich weitere finanz- und industriepolitische Beratungen vor. Im Dezember 2026 ist in Rom eine Zwischenkonferenz der ESA-Mitgliedstaaten auf Ministerebene vorgesehen. Parallel beraten die europäischen Institutionen über den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen. Beide Verfahren berühren die Finanzierung von Programmen für einen eigenständigen Zugang zum All, sichere Kommunikation, Erdbeobachtung und Forschung.
Adenots Mission dauert währenddessen an. Die ESA hatte Ende August eine Medienkonferenz am 2. September als voraussichtlich eine der letzten Gelegenheiten für ein direktes Gespräch mit ihr aus der Raumstation angekündigt. Ihre Rückkehr ist für den Herbst 2026 vorgesehen; der Einsatz entspricht damit dem im Februar angekündigten Langzeitprofil von ungefähr neun Monaten.
Quellen
- Élysée-Palast
- Europäische Weltraumorganisation
- Centre national d'études spatiales
- Agence France-Presse
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).