Politik & Gesellschaft

Macron nimmt an keiner Papstmesse in Frankreich teil

Emmanuel Macron wird Papst Leo XIV. im Élysée-Palast empfangen, aber keinen seiner Gottesdienste besuchen. Bei der großen Freiluftmesse in Paris vertreten ihn Premierminister Sébastien Lecornu und Brigitte Macron.

Paris – 22.09.2026: Präsident Emmanuel Macron wird während des Frankreichbesuchs von Papst Leo XIV. an keiner der päpstlichen Messen teilnehmen. Das teilte der Élysée-Palast am Dienstag mit. Bei der großen Freiluftmesse am Samstag, 26. September, auf der Place de la Concorde und den Champs-Élysées vertreten Premierminister Sébastien Lecornu und Brigitte Macron den Präsidenten. Damit unterscheidet der Élysée-Palast deutlich zwischen dem staatlichen Empfang des Papstes und dessen liturgischen Feiern.

Leo XIV. reist vom 25. bis 28. September nach Frankreich. Es ist sein erster offizieller Besuch in dem Land seit seiner Wahl. Die Einladung ging gemeinsam von Macron, der Französischen Bischofskonferenz und der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur aus. Für Freitag, 25. September, ist ein Treffen des Papstes mit dem Präsidenten im Élysée-Palast vorgesehen. Anschließend soll Leo XIV. vor den Mitgliedstaaten der UNESCO sprechen.

Die Messe in Paris ist der größte öffentliche Termin der Reise. Sie soll am 26. September auf der Place de la Concorde und entlang der Champs-Élysées gefeiert werden; die Anmeldung ist nach Angaben der Organisatoren bereits geschlossen. Am Sonntag, 27. September, folgt eine Messe im Wallfahrtsort Lourdes. Für den 28. September ist ein weiterer Gottesdienst in der Kathedrale Saint-Étienne in Metz angekündigt.

Macrons Verzicht betrifft somit die religiösen Zeremonien, nicht die diplomatische Seite des Besuchs. Der Präsident empfängt das Oberhaupt des Heiligen Stuhls als Staatsgast und nimmt am offiziellen Programm in Paris teil. Bei der zentralen Messe wird die französische Staatsspitze hingegen durch den Regierungschef und die Präsidentengattin repräsentiert. Eine Teilnahme Macrons an einem anderen Gottesdienst ist nach den bisher veröffentlichten Angaben ebenfalls nicht vorgesehen.

Die Behörden haben die viertägige Reise Anfang September als Großereignis eingestuft. Diese Einstufung ermöglicht administrative Sicherheitsüberprüfungen für Personen, die beruflich oder organisatorisch Zugang zu geschützten Veranstaltungsbereichen benötigen. Das entsprechende Dekret nennt unter anderem Notre-Dame de Paris, das Stade de France, die Place de la Concorde, das Heiligtum von Lourdes und mehrere Orte in Metz. Die Vorkehrungen tragen der Vielzahl öffentlicher Termine und den erwarteten Besucherzahlen Rechnung.

Zum Programm gehören außerdem eine Vesper in Notre-Dame und eine Gebetswache mit jungen Menschen im Stade de France. In Lourdes will Leo XIV. Betroffene sexuellen Missbrauchs treffen. Den Abschluss bildet in Metz ein Treffen zu Europas Wurzeln, Frieden und Einheit. Die Reise umfasst damit kirchliche Feiern, Gespräche über Missbrauch und Aufarbeitung sowie Auftritte vor staatlichen und internationalen Institutionen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französische Bischofskonferenz
  • Légifrance
  • Associated Press

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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