Metz – 28.09.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nimmt am Montag an der von Papst Leo XIV. zelebrierten Messe in der Kathedrale Saint-Étienne in Metz teil. Der Élysée-Palast änderte damit kurzfristig den zuvor angekündigten Ablauf. Noch in der vergangenen Woche hatte die Präsidentschaft erklärt, Macron werde während des viertägigen Frankreichbesuchs des Papstes keinem Gottesdienst beiwohnen.
Die Entscheidung betrifft den letzten großen Gottesdienst der Reise, die vom 25. bis 28. September über Paris und Lourdes nach Metz führte. Einen Grund für die Programmänderung nannte der Élysée-Palast zunächst nicht. Macron hatte Leo XIV. bereits am 25. September empfangen. Nun begleitet er den Papst auch bei dessen abschließendem Aufenthalt in Lothringen.
Bei der Messe auf der Place de la Concorde in Paris am 26. September war der Präsident nicht anwesend. Dort vertraten ihn Premierminister Sébastien Lecornu und Brigitte Macron. Die angekündigte Teilnahme in Metz weicht daher sichtbar von der bisherigen Linie des Präsidentenpalastes ab, staatliche Repräsentanten bei den liturgischen Feiern des Papstbesuchs zurückhaltend auftreten zu lassen.
Der Vorgang berührt die in Frankreich politisch sensible Trennung von Staat und Religion. Das Gesetz vom 9. Dezember 1905 sichert die Gewissensfreiheit und die freie Religionsausübung, bestimmt zugleich aber, dass die Republik keinen Kult anerkennt, besoldet oder finanziert. Die Anwesenheit des Staatspräsidenten bei einer Messe ist kein religiöser Akt des Staates. Sie besitzt jedoch protokollarisches Gewicht und dürfte deshalb aufmerksam beobachtet werden.
Metz nimmt innerhalb der Reise eine besondere Stellung ein. Die Französische Bischofskonferenz hatte die Messe in der Kathedrale Saint-Étienne bereits Monate zuvor als Abschlusstermin angekündigt. Leo XIV. kam auf Einladung des Staatspräsidenten, der kirchlichen Autoritäten Frankreichs und der Leitung der Unesco ins Land. Das Programm verband Gottesdienste mit Begegnungen, die Europas Geschichte und dem Frieden gewidmet waren.
Für die Behörden ist die Reise ein besonders geschütztes Großereignis. Ein Dekret vom 3. September erfasste neben Paris, Saint-Denis und Lourdes auch Metz sowie den Flughafen Metz-Nancy-Lothringen in Goin. Dort soll Macron den Papst zum Abschluss offiziell verabschieden. Die Zeremonie gehört zum diplomatischen Protokoll zwischen Frankreich und dem Heiligen Stuhl.
Mit dem Besuch der Messe erweitert Macron seinen öffentlichen Auftritt am letzten Reisetag. Auf den Gottesdienst folgt die bereits vorgesehene Verabschiedung am Flughafen. Damit endet Leo XIV. seine erste Frankreichreise am 28. September in Metz.
Quellen
- Franceinfo
- Élysée-Palast
- Légifrance
- Französische Bischofskonferenz
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).