Politik & Gesellschaft

Macron ordnet Schutzplan gegen russische Hybridangriffe an

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beauftragt die Regierung, kritische Infrastruktur und sensible Standorte der Rüstungsindustrie besser gegen Drohnen- und Cyberangriffe zu sichern.

Paris – 18.09.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Regierung beauftragt, einen Schutzplan für kritische Infrastruktur auszuarbeiten. Er soll auch besonders sensible Standorte der französischen Rüstungsindustrie umfassen. Macron begründete den Auftrag nach einem Treffen mit Parteivorsitzenden und Bewerbern um das Präsidentenamt mit einer verschärften hybriden Bedrohung durch Russland gegen Frankreich und andere europäische Staaten.

Als konkrete Risiken nannte Macron Drohnen- und Cyberangriffe. Einzelheiten zur Ausgestaltung des Plans, zum Zeitrahmen und zu den beteiligten Behörden wurden zunächst nicht veröffentlicht. Der Präsident kündigte jedoch an, Europa werde auf russische Aktionen reagieren. Moskau dürfe nicht darauf setzen, europäische Staaten durch Einschüchterung dazu zu bewegen, ihre Unterstützung für die Ukraine einzuschränken.

Hybride Angriffe verbinden unterschiedliche Mittel, ohne die Schwelle zu einem offenen militärischen Angriff zu überschreiten. Dazu können Sabotage, Eingriffe in digitale Systeme, Desinformation und die Einflussnahme auf demokratische Prozesse gehören. Die Urheberschaft ist häufig schwer nachzuweisen. Kritische Infrastruktur umfasst unter anderem Energieversorgung, Telekommunikation, Verkehr und digitale Netze sowie Einrichtungen, deren Ausfall die öffentliche Sicherheit oder die Handlungsfähigkeit des Staates erheblich beeinträchtigen würde.

Die französische Regierung hatte Russland bereits im April 2025 öffentlich für Cyberangriffe auf französische Interessen verantwortlich gemacht. Nach Angaben der Behörden richteten sich die damals genannten Aktivitäten gegen öffentliche und private Einrichtungen sowie gegen politische Prozesse. Paris ordnet sie der russischen Konfrontation mit jenen europäischen Staaten zu, die die Ukraine seit dem groß angelegten Angriff Russlands im Februar 2022 unterstützen.

Macrons Erklärung folgte auf eine nicht öffentliche Unterredung im Élysée-Palast. Eingeladen waren führende Parteivertreter sowie Bewerber um das Präsidentenamt oder deren Repräsentanten. Das Treffen verband Fragen der äußeren Sicherheit mit innenpolitischen Folgen internationaler Konflikte. Der Präsident stellte die geplante Vorsorge damit in einen parteiübergreifenden Rahmen, gut ein halbes Jahr vor der Präsidentschaftswahl 2027.

Für Frankreich berührt der angekündigte Plan zwei Bereiche: den Schutz ziviler Versorgungsnetze und die Widerstandsfähigkeit der industriellen und technologischen Verteidigungsbasis. Angesichts der unterschiedlichen Angriffsformen dürfte seine Ausarbeitung mehrere staatliche und private Akteure betreffen. Dazu zählen Betreiber wichtiger Anlagen ebenso wie Sicherheitsbehörden, Streitkräfte und Fachstellen für Cybersicherheit. Welche Institution die Arbeiten koordinieren soll, ließ Macron offen.

Auch zu zusätzlichen Haushaltsmitteln, neuen gesetzlichen Befugnissen oder einzelnen Schutzobjekten machte der Präsident keine Angaben. Bislang steht allein der Regierungsauftrag fest, kritische Anlagen und sensible Rüstungsstandorte besser gegen Drohnen und digitale Angriffe abzusichern.

Quellen

  • Associated Press
  • TF1 Info
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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