Paris – 24.09.2026: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat vor einer Zunahme feindseliger und teils krimineller Aktionen Russlands gegen europäische Staaten gewarnt. In einem Fernsehinterview sagte er, die Sicherheitslage habe sich in den vergangenen Wochen verschärft. Zugleich widersprach er Berichten, wonach der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA französische Stellen vor einem unmittelbar bevorstehenden russischen Drohnenangriff auf Südfrankreich gewarnt habe.
Eine solche Mitteilung amerikanischer Nachrichtendienste habe es nicht gegeben, erklärte Macron. Auch aus Italien sei die Darstellung zurückgewiesen worden. Der Präsident unterschied damit zwischen einem konkreten Angriffsszenario, für das nach seinen Angaben keine Bestätigung vorliegt, und der allgemein wachsenden Gefahr durch russische Aktivitäten gegen europäische Länder.
Macron verwies auf einen Vorfall am Flughafen Leipzig Anfang August. Deutsche Stellen hätten den gescheiterten Angriff dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugeschrieben. Bereits am 2. September hatte der französische Präsident erklärt, Deutschland habe eine russische Verantwortung festgestellt. Nach seiner Darstellung sollten in Leipzig ukrainische Flugzeuge getroffen werden.
Zu den weiteren Gefahren zählte Macron Cyberangriffe, Desinformationskampagnen, Luftraumverletzungen und andere hybride Operationen. Solche Aktionen bewegen sich häufig unterhalb der Schwelle eines offenen militärischen Angriffs. Sie können sich gegen Behörden, Verkehrsverbindungen, Kommunikationsnetze oder andere kritische Infrastruktur richten und zugleich darauf abzielen, das Vertrauen in staatliche Institutionen zu schwächen.
Moskau betrachte Europa nach Macrons Einschätzung als strategischen Raum im Krieg gegen die Ukraine, weil europäische Staaten Kiew militärisch, finanziell und politisch unterstützen. Frankreich könne deshalb grundsätzlich ebenfalls zum Ziel russischer Operationen werden. Der Präsident verband seine Bedrohungsanalyse mit der Forderung, die Unterstützung der Ukraine fortzusetzen. Sie sei aus seiner Sicht eine Voraussetzung für die Sicherheit Frankreichs und Europas.
Die Warnung knüpft an ein Treffen mit den Vorsitzenden der im französischen Parlament vertretenen Parteien am 18. September an. Dabei informierten die Sicherheitsdienste über hybride Angriffe gegen Frankreich. Die Zusammenkunft sollte den politischen Verantwortlichen nach Angaben des Élysée-Palastes ein gemeinsames Bild der internationalen Lage und ihrer möglichen Folgen für das Land vermitteln.
Für die Abwehr entsprechender Gefahren sind in Frankreich mehrere Stellen zuständig. Dazu gehören die Generaldirektion für innere Sicherheit, der militärische Nachrichtendienst und das Generalsekretariat für Verteidigung und nationale Sicherheit. Sie befassen sich unter anderem mit möglichen Sabotageakten, digitalen Angriffen, ausländischen Einflussoperationen und Gefahren für kritische Infrastruktur.
Neue Schutzmaßnahmen für Südfrankreich kündigte Macron in dem Interview nicht an. Für den behaupteten bevorstehenden Drohnenangriff gebe es keine bestätigte Warnung; zugleich rechnen die französischen Behörden nach seiner Darstellung weiterhin mit russischen Versuchen, europäische Staaten durch Sabotage, Cyberangriffe und Desinformation unter Druck zu setzen.
Quellen
- Franceinfo
- Élysée-Palast
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).