Politik & Gesellschaft

Macron will Kanadas Premier Carney in Saint-Pierre-et-Miquelon treffen

Emmanuel Macron erwartet den kanadischen Premierminister Mark Carney am 20. September in Saint-Pierre-et-Miquelon. Nach Angaben des Élysée wäre es die erste offizielle Visite eines kanadischen Regierungschefs auf dem französischen Archipel.

Saint-Pierre – 13.09.2026: Emmanuel Macron will den kanadischen Premierminister Mark Carney am 20. September in Saint-Pierre-et-Miquelon treffen. Dies kündigte die französische Präsidentschaft an. Carneys Besuch wäre demnach die erste offizielle Reise eines kanadischen Regierungschefs in das französische Überseegebiet. Macron wird vom 19. bis 21. September auf dem nordatlantischen Archipel erwartet.

Der französische Präsident will dort nach Angaben des Élysée mit Einwohnern, gewählten Vertretern und Wirtschaftsakteuren über die Zukunft der Inselgruppe sprechen. Zu den angekündigten Themen gehören Fischerei, maritime Wirtschaft, digitale Dienstleistungen und Raumfahrtprojekte. Außerdem sollen die Folgen des Klimawandels sowie die besondere Lage des Archipels vor der kanadischen Küste zur Sprache kommen.

Saint-Pierre-et-Miquelon liegt rund 25 Kilometer südlich von Neufundland und ist das einzige verbliebene französische Gebiet in Nordamerika. Seine geografische Lage prägt den Alltag stärker als die große Entfernung zum französischen Mutterland. Verkehrsverbindungen, Versorgung, medizinische Betreuung, Bildung und wirtschaftlicher Austausch sind eng mit den kanadischen Atlantikprovinzen verflochten. Außerhalb der Saison mit direkten Flugverbindungen nach Frankreich führt die Anreise gewöhnlich über Kanada.

Für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gibt es seit Jahrzehnten feste Strukturen. Frankreich und Kanada richteten 1994 eine gemeinsame Kommission für regionale Kooperation ein. Sie verbindet Saint-Pierre-et-Miquelon mit Neufundland und Labrador, Nova Scotia, New Brunswick und Prince Edward Island. Das Gremium befasst sich unter anderem mit Wirtschaft, Tourismus, Umwelt, Forschung, Gesundheit, Kultur, Bildung und Sicherheit.

Besonders wichtig ist die Fischerei. Französische und kanadische Abkommen regeln die Erhaltung und Bewirtschaftung bestimmter Bestände in den angrenzenden Meeresgebieten. Für den kleinen Archipel ist die Suche nach dauerhaft tragfähigen Erwerbsmöglichkeiten deshalb unmittelbar mit dem Verhältnis zu Kanada verbunden. Der Élysée ordnet Macrons Reise ausdrücklich in die Bemühungen um regionale Entwicklung und größere wirtschaftliche Attraktivität ein.

Paris und Ottawa stimmen sich zudem bei Handel, Sicherheit und strategischen Rohstoffen enger ab. Beim Gipfel der Gruppe der Sieben im kanadischen Kananaskis im Juni 2026 hatte Macron die Zusammenarbeit bei kritischen Mineralien und die Verringerung wirtschaftlicher Abhängigkeiten hervorgehoben.

Eine eigene Mitteilung Ottawas zu Carneys Reise lag am 13. September zunächst nicht vor. Die kanadische Regierung hatte am 11. September angekündigt, Carney werde den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre am 20. und 21. September in Ottawa empfangen. Der genaue Ablauf beider Termine war damit noch nicht öffentlich geklärt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französische Präsidentschaft
  • Regierung Kanadas
  • Präfektur Saint-Pierre-et-Miquelon

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels