London – 09.09.2026: Eine technische Störung bei der britischen Flugsicherung hat am Dienstag, 8. September, den Luftverkehr an zahlreichen Flughäfen des Vereinigten Königreichs erheblich beeinträchtigt. Nach Daten des Flugbeobachtungsdienstes Flightradar24 wurden mehr als 1.000 Flüge gestrichen. Betroffen waren unter anderem die Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick sowie Birmingham, Manchester, Liverpool, Edinburgh und Glasgow.
Der Flugsicherungsdienst NATS erklärte, die Ursache habe im System zur Verarbeitung von Flugplandaten gelegen. Ingenieure identifizierten den Fehler am Dienstagnachmittag und stellten den regulären Betrieb nach Angaben des Unternehmens im Laufe des Abends wieder her. Der britische Luftraum blieb zwar geöffnet, doch während der Störung musste die Zahl der abgefertigten Flüge aus Sicherheitsgründen deutlich begrenzt werden.
Mit der Reparatur des Systems waren die Folgen allerdings nicht behoben. Flugzeuge, Besatzungen und Bodenpersonal gerieten durch die Unterbrechung aus ihren vorgesehenen Umläufen. Solche Verschiebungen setzen sich im eng getakteten Luftverkehr häufig über mehrere Verbindungen fort: Eine verspätet eintreffende Maschine fehlt anschließend für den nächsten Flug, während Arbeitszeiten von Besatzungen neu geplant und freie Abfertigungspositionen gefunden werden müssen. NATS rechnete daher mit einer längeren Phase der Stabilisierung.
Fluggesellschaften sagten Verbindungen ab, leiteten Maschinen um oder passten ihre Flugpläne kurzfristig an. British Airways meldete mehr als 100 gestrichene oder umgeleitete Flüge. Am Flughafen Heathrow wurden Abflüge am Dienstagabend wieder aufgenommen. Für den restlichen Abend setzte der Flughafen jedoch Ankünfte aus, um den Rückstau auf dem Vorfeld und an den Abfertigungspositionen zu verringern.
Reisende mit Abflügen am Mittwoch sollten den Status ihrer Verbindung vor der Fahrt zum Flughafen unmittelbar bei der jeweiligen Fluggesellschaft prüfen. Selbst nach Wiederherstellung der Flugsicherung können Maschinen verspätet bereitstehen, weil sie sich am falschen Ort befinden oder vorgeschriebene Einsatzzeiten der Besatzungen überschritten wurden. Umbuchungen und verpasste Anschlüsse dürften daher über den eigentlichen Störungszeitraum hinausreichen.
Die Auswirkungen beschränkten sich nicht auf Großbritannien. EasyJet teilte mit, dass Verzögerungen auch Verbindungen in anderen europäischen Ländern berührten. Der Flughafen Dublin meldete ebenfalls Einschränkungen. Für Passagiere aus Frankreich und anderen europäischen Ländern können besonders Anschlussflüge, Rückflüge aus London sowie Maschinen betroffen sein, die zuvor im Vereinigten Königreich eingesetzt wurden.
Bereits Ende August 2023 hatte ein Ausfall des britischen Systems zur Verarbeitung von Flugplandaten massive Verzögerungen und zahlreiche Absagen verursacht. Die britische Luftfahrtbehörde verlangte anschließend eine Überprüfung der Notfallvorsorge bei NATS. Weitergehende technische Angaben zur Ursache der Störung vom 8. September 2026 lagen zunächst nicht vor.
Quellen
- Franceinfo
- NATS
- Heathrow Airport
- Associated Press
- Reuters
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).