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Mindestens 79 Tote nach schwerem Erdbeben im Westen Kolumbiens

Ein Erdbeben der Magnitude 7,4 hat den Westen Kolumbiens erschüttert. Behörden meldeten mindestens 79 Tote, zahlreiche Verletzte und schwere Schäden unter anderem in Cali und Pereira.

San José del Palmar – 10.08.2026: Ein schweres Erdbeben hat am Montag den Westen Kolumbiens getroffen. Nach Angaben örtlicher Behörden kamen mindestens 79 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Rettungskräfte suchten in mehreren Regionen nach Verschütteten. Die Erschütterungen waren auch in der rund 400 Kilometer entfernten Hauptstadt Bogotá deutlich zu spüren und lösten dort Evakuierungen aus.

Das Beben erreichte nach Angaben des kolumbianischen Geologischen Dienstes eine Magnitude von 7,4. Sein Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó. Obwohl sich der Erdstoß in großer Tiefe ereignete, war er in weiten Teilen Kolumbiens sowie in Ecuador und Panama wahrnehmbar. Aus den beiden Nachbarstaaten wurden zunächst lediglich begrenzte Schäden gemeldet.

Besonders schwer betroffen waren die Departamentos Risaralda und Valle del Cauca. Allein in Risaralda, zu dem die Stadt Pereira gehört, bestätigten die Behörden mindestens 40 Todesopfer. In Valle del Cauca mit der Millionenstadt Cali wurden mindestens 27 Tote registriert, darunter nach Angaben der Regionalregierung drei Kinder. Weitere Todesfälle meldeten die Behörden aus Chocó, Caldas und Antioquia.

In Cali stürzten Häuser ein, zahlreiche weitere Gebäude wurden erheblich beschädigt. Bürgermeister Alejandro Eder sagte, in mindestens 19 eingestürzten Häusern und anderen Bauwerken seien Menschen eingeschlossen gewesen. Auch aus Pereira, Quibdó und Manizales wurden schwere Schäden gemeldet. In Manizales brach Behördenangaben zufolge ein Turm der neugotischen Kathedrale ab und stürzte in das Kirchenschiff. Straßen wurden gesperrt, damit Rettungsmannschaften arbeiten und Fachleute beschädigte Gebäude untersuchen konnten.

Der Geologische Dienst bezeichnete das Beben als das stärkste seit zehn Jahren in Kolumbien registrierte Erdbeben. Auf den Hauptstoß folgten mindestens zwei Nachbeben mit Magnituden von 2,8 und 4,8. Die Behörden warnten vor weiteren Erschütterungen und ließen gefährdete Gebäude räumen. Das volle Ausmaß der Schäden ließ sich zunächst nicht erfassen.

An den Flughäfen von Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago, Buenaventura und Pereira wurde der Betrieb vorübergehend eingestellt. Nach Angaben des Innenministeriums waren mehr als 20 Gemeinden betroffen. Besonders schwierig gestalteten sich die Hilfseinsätze im dünn besiedelten Chocó: Viele Orte in dem von Regenwald geprägten Departamento sind auf dem Landweg kaum erreichbar und können nur per Boot oder Flugzeug versorgt werden. Diese geografische Abgeschiedenheit erschwerte sowohl die Suche nach Vermissten als auch den Transport von medizinischem Personal und Hilfsgütern.

Quellen

  • Associated Press
  • Franceinfo
  • Servicio Geológico Colombiano

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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