Umwelt

Nach dem Tornado warten viele Einwohner von Pomas auf Entschädigung

Sechs Wochen nach dem Tornado in Pomas haben zahlreiche Betroffene noch keine Klarheit über ihre Entschädigung. Mehr als 300 Häuser wurden am 24. August beschädigt, manche Familien leben weiterhin in Ersatzunterkünften.

Pomas – 05.10.2026: Sechs Wochen nach dem schweren Tornado in Pomas wächst der Unmut über die schleppende Bearbeitung der Versicherungsfälle. Die meisten Sachverständigen haben die beschädigten Gebäude inzwischen besichtigt. Verbindliche Angaben zur Höhe der Entschädigungen liegen zahlreichen Familien jedoch weiterhin nicht vor. Manche Bewohner mussten ihre Häuser verlassen und leben vorübergehend in Mietwohnungen oder bei Angehörigen.

Der Tornado hatte die Gemeinde im Département Aude am 24. August getroffen. Nach Angaben der Präfektur wurden mehr als 300 Gebäude beschädigt. Dächer wurden abgedeckt, Fassaden aufgerissen, Häuser unbewohnbar. Die örtlichen Einsatzkräfte sicherten unmittelbar nach dem Unwetter Gebäude und Straßen. Für viele Familien begann danach eine zermürbende Phase mit Gutachten, Kostenvoranschlägen und der Suche nach einer Ersatzunterkunft.

Besonders belastend ist die Ungewissheit darüber, wann dauerhafte Reparaturen beginnen können. Handwerksbetriebe können Angebote erstellen, doch größere Arbeiten hängen häufig von der Freigabe durch die Versicherung und der Höhe der zugesagten Leistungen ab. Ein Bewohner aus dem Bahnhofsviertel berichtete Ende September, dass seine Familie nach dem Verlust ihres Hauses zunächst kostenlos untergebracht worden sei. Inzwischen habe sie eine Mietwohnung zwischen Carcassonne und Pomas gefunden.

Bürgermeister Hervé Giné forderte die Versicherer öffentlich zu raschen Entscheidungen auf. Nach seinen Angaben wenden sich Einwohner an die Gemeinde, weil sie auf Antworten zu ihren Akten warten. Er rechnet damit, dass es bei einzelnen Bewertungen zu Streit über die Höhe der Zahlungen kommen könnte. Das Rathaus will die Anliegen der Betroffenen sammeln und sie bei den Verfahren begleiten.

Neben den Versicherungsleistungen sollen Spenden die dringendsten Folgen abfedern. Der Verein Aude Solidarité hatte bis Ende September nach eigenen Angaben mehr als 100.000 Euro gesammelt. Eine erste Unterstützung war für Familien vorgesehen, deren Haus zerstört wurde oder die wegen eines unbewohnbaren Gebäudes anderweitig untergebracht werden mussten. Die Region Okzitanien stellte dem Verein 20.000 Euro für die Geschädigten zur Verfügung.

Weitere Hilfe soll der Solidaritätsfonds des Verbands der Bürgermeister im Département Aude bringen. Er ist vor allem für beschädigte öffentliche Einrichtungen und grundlegende örtliche Angebote bestimmt. Solche Mittel können unmittelbare Ausgaben der Gemeinde und besonders betroffener Haushalte mindern, ersetzen aber keine vertraglich geschuldeten Versicherungsleistungen.

Während die ersten Hilfen ausgezahlt werden und Sicherungsarbeiten erfolgt sind, können viele Eigentümer ihre Rückkehr noch nicht planen. Für sie hängt der Wiederaufbau von den ausstehenden Entscheidungen der Versicherer ab.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur des Départements Aude
  • France Bleu via Ô Toulouse
  • Region Okzitanien
  • Verband der Bürgermeister des Départements Aude

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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