Correns – 21.08.2026: Nach dem Großbrand am Gros Bessillon im Département Var rückt in Correns eine weitere Gefahr in den Fokus: Bei kräftigen Regenfällen könnten Wasser, Asche und lockere Erdschichten rasch über die verbrannten Hänge abfließen. Der Brand ist seit dem 18. August offiziell gelöscht, doch die Folgen für Böden, Wege und tiefer gelegene Bereiche bleiben bestehen.
Nach Angaben der Präfektur des Var begann das Feuer am 21. Juli bei Pontevès. Es erfasste insgesamt 6.300 Hektar und verbrannte 5.700 Hektar in acht Gemeinden, darunter Correns, Cotignac, Carcès, Montfort-sur-Argens und Barjols. Mehr als 11.000 Feuerwehrleute waren während des knapp einmonatigen Einsatzes beteiligt; aus der Luft erfolgten 3.800 Löschabwürfe.
In Correns sind viele Flächen nun ohne den Bewuchs, der Regenwasser normalerweise abbremst und im Boden hält. Bei sommerlichen Starkregen kann Wasser auf sehr trockenen oder geschädigten Böden nur begrenzt versickern. Es sammelt sich dann an der Oberfläche, nimmt an Gefälle an Geschwindigkeit zu und kann Schlamm, Aschereste sowie Steine in Mulden, Straßen oder Bäche transportieren.
Fachstellen weisen darauf hin, dass sich Waldbrände und Starkregen in mediterranen Regionen besonders ungünstig verbinden können. Der Verlust von Pflanzen, Wurzeln und der schützenden Streuschicht erhöht die Anfälligkeit für Bodenerosion. Das staatliche Umweltinstitut Cerema nennt die Folgen von Waldbränden für den Oberflächenabfluss gerade in Gebieten mit hoher Brandgefahr und potenziell sehr intensiven Niederschlägen als besonders problematisch.
Correns ist bereits als Gemeinde mit Hochwasserrisiko erfasst. Das staatliche Portal Georisques führt für den Ort mehrere Anerkennungen von Naturkatastrophen; darunter befindet sich ein Ereignis mit Überschwemmungen und Schlammlawinen im Oktober 2021. Nach dem Brand kann sich die örtliche Gefahrenlage bei einzelnen Regenzellen verändern, weil Abflusswege und die Aufnahmefähigkeit der Flächen nicht mehr dieselben sind.
Für Anwohner bedeutet das vor allem erhöhte Aufmerksamkeit bei amtlichen Wetterwarnungen und bei Starkregen. Gefährdet sind insbesondere tiefer gelegene Grundstücke, Zufahrten, Gräben und Bereiche nahe von Wasserläufen oder Hangabflüssen. Die konkrete Stärke eines möglichen Abflusses hängt jedoch von Regenmenge, Dauer, Bodenbeschaffenheit, Gefälle und dem Zustand der verbleibenden Vegetation ab.
Die Präfektur will bis Ende August gemeinsam mit Kommunen und Einsatzdiensten eine erste Auswertung des Großeinsatzes vornehmen. Während die Brandbekämpfung abgeschlossen ist, beginnt damit für die betroffenen Orte die Phase der Schadensaufnahme und der Vorsorge gegen Folgerisiken. In Correns bleibt die Beobachtung der verbrannten Flächen vor den ersten heftigen Niederschlägen daher ein zentraler Punkt.
Quellen
- Präfektur des Var
- Georisques
- Cerema
- BRGM
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).