Ibagué – 21.08.2026: Im kolumbianischen Departamento Tolima haben sich die Wald- und Vegetationsbrände in der Nacht zum Freitag erneut ausgebreitet. Die regionale Umweltbehörde Cortolima meldete am Morgen 20 aktive Brandherde in elf Gemeinden. Betroffen waren Alvarado, Suárez, Coello, Ortega, San Luis, Venadillo, Armero, Melgar, Guamo, Chaparral und Coyaima. Regenfälle am vorangegangenen Wochenende hatten die Lage zunächst deutlich entspannt.
In den Tagen danach registrierten die Behörden nur noch wenige gleichzeitige Brände. Seit Donnerstag verschärfte sich die Situation jedoch wieder. In Alvarado, Suárez und Coello wurden jeweils mehrere Feuer gezählt, in Ortega bestanden am Freitag vier aktive Brandherde. Die Regionalregierung koordiniert die Löscharbeiten mit den betroffenen Kommunen, den Feuerwehren und der nationalen Katastrophenschutzbehörde UNGRD.
Erschwert werden die Einsätze durch eine seit Wochen anhaltende Trockenperiode und ungewöhnlich hohe Temperaturen. Nach Angaben von Cortolima lag die Durchschnittstemperatur in Tolima vom 1. bis zum 20. August um 2,7 Grad Celsius über dem langjährigen Wert. In den überwachten Gemeinden fielen während dieses Zeitraums lediglich rund 39 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge. Zwölf von 13 kontrollierten Wasserläufen führten zugleich weniger Wasser als gewöhnlich.
Tolima hatte bereits am 13. August wegen der zahlreichen Brände den öffentlichen Katastrophenfall auf Ebene des Departamentos ausgerufen. Zu diesem Zeitpunkt waren 38 aktive Feuer in 16 Gemeinden gemeldet worden. Der Schritt ermöglicht es der Verwaltung, zusätzliche Mittel bereitzustellen und die Zusammenarbeit von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Kommunen zu verstärken. Am 17. August bezifferte die Regionalregierung die geschädigte Vegetationsfläche auf rund 11.000 Hektar.
Eine abschließende Bilanz liegt bislang nicht vor. Die in der Ausgangsmeldung genannte Zahl von 20.000 verbrannten Hektar lässt sich den veröffentlichten Angaben der Regionalbehörden nicht eindeutig für Tolima zuordnen. Die laufende Schadensaufnahme erfasst Auswirkungen auf Vegetation, Landwirtschaft und Viehhaltung. Fest steht, dass die Feuer in dem Departamento seit Juli großflächige Schäden verursacht haben.
Cortolima hatte wegen der trockenen Witterung bereits Ende Mai kontrollierte Feuer untersagt. Nach Einschätzung der Behörde wird ein großer Teil der Brände durch menschliches Handeln ausgelöst, während Dürre, Hitze und Wind ihre Ausbreitung begünstigen. Gefährdet sind neben Wald- und Agrarflächen auch Wasserressourcen, Wildtiere und die Luftqualität in den betroffenen Gemeinden.
Am 21. August konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die aktiven Feuer und darauf, weitere Brandherde zu verhindern. Cortolima rief die Bevölkerung dazu auf, offene Verbrennungen zu unterlassen und verdächtige Rauchentwicklung unverzüglich zu melden. Für Hinweise auf verletzte oder bedrohte Wildtiere richtete die Behörde eine eigene Notfallnummer ein.
Quellen
- Franceinfo
- Cortolima
- Regionalregierung Tolima
- El País
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).