Biganos – 31.07.2026: Nach den großflächigen Waldbränden in der Gironde haben die Behörden am Freitag weitere Gebiete für die Rückkehr freigegeben. Rund 160.000 zuvor evakuierte Menschen dürfen nach Angaben von Franceinfo wieder zu ihren Wohnungen und Häusern fahren. Auch die Gemeinden Biganos und Audenge am Becken von Arcachon sind erneut zugänglich. Mehr als 60.000 Menschen müssen jedoch weiterhin außerhalb der gesperrten Zonen bleiben.
Die schrittweise Aufhebung der Evakuierungen folgt auf eine außergewöhnlich umfangreiche Sicherheitsoperation im Raum Bordeaux und am Becken von Arcachon. Jede Rückkehr hängt von der örtlichen Gefahrenlage ab: Einsatzkräfte kontrollieren mögliche Brandherde, beschädigte Infrastruktur, Verkehrswege sowie die Belastung durch Rauch und Asche. Die Freigabe eines Ortes bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass dort alle Straßen, öffentlichen Einrichtungen und Versorgungsangebote wieder uneingeschränkt nutzbar sind.
Seit dem 22. Juli hatten die Brände große Teile der Gironde erfasst und wiederholt neue Schutzmaßnahmen ausgelöst. Nach Angaben des Innenministeriums waren bis zum 27. Juli im Département insgesamt 220.000 Menschen evakuiert worden. Auch mehrere Gemeinden westlich und südwestlich von Bordeaux wurden geräumt, nachdem sich die Feuer unter dem Einfluss des Windes rasch ausgebreitet hatten.
Biganos und Audenge gehörten zu den Orten, die von den weitreichenden Vorkehrungen betroffen waren. In der Nacht zum 26. Juli ließen die Behörden unter anderem Biganos, Mios, Marcheprime, Cestas und Le Barp räumen, weil das Feuer erneut aufgeflammt war. Die Gendarmerie unterstützte die Evakuierungen, regelte Zufahrten und sicherte verlassene Wohngebiete. Für die Betroffenen richteten die zuständigen Stellen Sammelpunkte und Unterkünfte in der Region ein.
Auch nach den ersten Rückkehrfreigaben bleibt die Einsatzlage schwierig. Feuer können an den Rändern der Brandflächen und in schwer zugänglichen Waldgebieten erneut aufflammen. Zugleich können Rauch und Asche die Gesundheit belasten. Die Behörden entscheiden deshalb abschnittsweise über die Öffnung weiterer Zonen. Bewohnerinnen und Bewohner sollen die Hinweise der Präfektur, der Kommunen und der Einsatzleitungen beachten.
Neben Feuerwehr und Zivilschutz sind zahlreiche Sicherheitskräfte im Einsatz. Die nationale Gendarmerie mobilisierte in der Gironde zeitweise mehrere hundert Beamte, darunter mobile Einheiten, Drohnenteams und Kräfte zur Unterstützung der Evakuierungen. Das Innenministerium setzte zudem erstmals einen mit Löschtechnik ausgestatteten Militärtransporter vom Typ A400M bei den Bränden in der Gironde ein.
Für Zehntausende Menschen dauert die Ungewissheit damit an. Viele von ihnen können seit Tagen nicht nach Hause zurück. Die Öffnung von Biganos und Audenge entlastet zwar die Unterbringungsstrukturen der Region; mehr als 60.000 Evakuierte warten jedoch weiterhin auf die Freigabe ihres Wohnortes.
Quellen
- Franceinfo
- Ministerium des Innern
- Nationale Gendarmerie
- Département Gironde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).