Umwelt

Notfallrucksack für 72 Stunden: Was Frankreichs Behörden empfehlen

Bei Waldbränden, Unwettern oder Evakuierungen soll ein vorbereiteter Notfallrucksack Haushalte drei Tage lang handlungsfähig halten. Entscheidend sind Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Dokumente und verlässliche Kommunikationsmittel.

Paris – 30.07.2026: Waldbrände, Unwetter oder technische Ausfälle können dazu führen, dass Menschen ihre Wohnung kurzfristig verlassen müssen oder vorübergehend von der Versorgung abgeschnitten sind. Frankreichs Sicherheitsbehörden empfehlen deshalb, einen Notfallrucksack für 72 Stunden bereitzuhalten. Er soll die Zeit überbrücken, bis Hilfe eintrifft oder die reguläre Versorgung wieder funktioniert. Aufbewahrt werden sollte er griffbereit an einem Ort, den alle Haushaltsmitglieder kennen.

An erster Stelle steht Trinkwasser. Die französische Zivilschutzbehörde nennt sechs Liter abgefülltes Wasser pro Person. Hinzu kommen haltbare Lebensmittel, die ohne Kühlung auskommen und möglichst nicht zubereitet werden müssen, beispielsweise Konserven. Ein manueller Dosenöffner und ein Multifunktionswerkzeug erleichtern die Nutzung. Für Säuglinge, Haustiere sowie Menschen mit Allergien oder besonderen Ernährungsbedürfnissen sind eigene Vorräte einzuplanen.

Zur Grundausstattung zählen ferner regelmäßig benötigte Medikamente und ein Erste-Hilfe-Set mit Desinfektionsmittel, Pflastern und Kompressen. Arzneimittel sollten in ausreichender Menge vorhanden sein und regelmäßig auf ihre Haltbarkeit geprüft werden. Wer eine Brille trägt, kann eine Ersatzbrille bereitlegen. Warme Kleidung und eine Rettungsdecke schützen bei einer ungeplanten Übernachtung außerhalb der Wohnung oder bei einem längeren Stromausfall.

Für Licht und Informationen empfehlen die Behörden eine Taschenlampe, ein batteriebetriebenes Radio und passende Ersatzbatterien. Auch ein Ladegerät oder eine geladene Powerbank für das Mobiltelefon ist sinnvoll. Frankreich verbreitet amtliche Warnungen unter anderem über Mobilfunk, Sirenen, Rundfunk und behördliche Informationskanäle. Das Radio bleibt wichtig, falls Mobilfunknetze und Internetverbindungen ausfallen. Kerzen, Streichhölzer und Feuerzeuge sollten wegen der Brandgefahr sicher verpackt und nur mit Umsicht verwendet werden.

Kopien wichtiger Unterlagen gehören in eine wasserdichte Hülle. Dazu zählen Ausweisdokumente, ärztliche Verordnungen, Versicherungsangaben und wichtige Kontaktdaten. Ersatzschlüssel für Wohnung und Auto sowie ein kleiner Bargeldbetrag können helfen, wenn Geldautomaten oder elektronische Zahlungssysteme nicht verfügbar sind. Hygieneartikel, gegebenenfalls Schutzmasken und kleine Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder ergänzen die Ausrüstung.

Bei der Zusammenstellung kommt es auch auf das Gewicht an: Der Rucksack muss im Fall einer Evakuierung noch gut getragen werden können. Persönliche Bedürfnisse sind daher wichtiger als eine möglichst umfangreiche Ausstattung. Familien sollten zudem vorab klären, wer den Rucksack mitnimmt und wie sie einander erreichen, falls sie zum Zeitpunkt einer Warnung getrennt sind.

Mindestens einmal im Jahr sollte der gesamte Inhalt kontrolliert werden. Abgelaufene Lebensmittel und Medikamente sind auszutauschen, Batterien zu prüfen und verbrauchte Gegenstände nachzufüllen. Der Rucksack dient als Vorsorge für die ersten Stunden einer Krise; Anweisungen von Feuerwehr, Präfekturen und Zivilschutz haben im Ernstfall stets Vorrang.

Quellen

  • Franceinfo RSS
  • Französische Generaldirektion für Zivilschutz und Krisenmanagement
  • Französisches Innenministerium

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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