Wirtschaft

Öffentlicher Dienst in Frankreich streikt für höhere Gehälter

Acht Gewerkschaften haben für Dienstag zu Streiks und mehr als 170 Kundgebungen aufgerufen. Sie verlangen höhere Gehälter und mehr Haushaltsmittel für öffentliche Einrichtungen.

Paris – 29.09.2026: Beschäftigte des französischen öffentlichen Dienstes sind an diesem Dienstag zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Nach Angaben von Franceinfo sind in ganz Frankreich mehr als 170 Kundgebungen und Demonstrationen geplant. Der Arbeitskampf betrifft den Staatsdienst, kommunale Verwaltungen sowie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. In zahlreichen Städten haben die Gewerkschaften Treffpunkte und Demonstrationsrouten veröffentlicht.

Zu dem Aktionstag rufen CGT, Force ouvrière, CFDT, UNSA, FSU, Solidaires, CFE-CGC und FA-FP gemeinsam auf. Die Beteiligung aller acht repräsentativen Gewerkschaften verleiht der Mobilisierung besonderes Gewicht. Ihre Forderungen hatten die Organisationen nach einem Gespräch mit dem zuständigen Minister bekräftigt. Aus ihrer Sicht blieb die Regierung dabei eine ausreichende Antwort auf die Lohnfrage schuldig.

Im Zentrum steht eine allgemeine Anhebung der Bezüge im öffentlichen Dienst. Die bisherige Einkommensentwicklung habe die Kaufkraftverluste der Beschäftigten nicht ausgeglichen, argumentieren die Gewerkschaften. Die CGT verweist darauf, dass seit dem 1. Juni 2026 Hunderttausende Staatsbedienstete eine Ausgleichszahlung benötigen, damit ihre Vergütung mindestens dem gesetzlichen Mindestlohn entspricht. Damit berührt der Konflikt auch die grundsätzliche Frage, wie die Gehälter im öffentlichen Dienst an steigende Lebenshaltungskosten angepasst werden.

Die zweite zentrale Forderung betrifft die Finanzierung öffentlicher Aufgaben. Schulen, Krankenhäuser, Rettungsdienste, Verwaltungen und Pflegeeinrichtungen müssten Haushaltsmittel erhalten, die ihrem Auftrag entsprächen. Die Gewerkschaften verweisen auf Personalmangel und angespannte Arbeitsbedingungen. Kürzungen oder unzureichende Mittel träfen deshalb nach ihrer Darstellung sowohl die Beschäftigten als auch Bürgerinnen und Bürger, die auf staatliche und kommunale Angebote angewiesen sind.

Der Aktionstag fällt in die beginnenden Beratungen über den französischen Staatshaushalt für 2027. Die CFE-CGC forderte im Vorfeld entsprechende finanzpolitische Entscheidungen zugunsten des öffentlichen Dienstes. Der Zeitpunkt erhöht den Druck auf die Regierung, weil Gehaltsausgaben und die Ausstattung staatlicher Einrichtungen unmittelbar von den Haushaltsbeschlüssen abhängen.

Welche praktischen Folgen der Streik hat, unterscheidet sich je nach Einrichtung und Kommune. Landesweit einheitliche Angaben zu Ausfällen im Unterricht, zu geschlossenen Behördenstellen, Einschränkungen in medizinischen Einrichtungen oder Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr lagen am Morgen nicht vor. Nutzer öffentlicher Angebote müssen daher örtliche Hinweise beachten.

Kundgebungen sind unter anderem in Paris, in zahlreichen Präfekturhauptstädten und in kleineren Städten angekündigt. Die CGT stellte eine landesweite Übersicht mit Orten und Uhrzeiten bereit. Erste belastbare Angaben zur Beteiligung werden im Verlauf des Tages von Gewerkschaften und Behörden erwartet. Fest steht bereits, dass alle acht repräsentativen Gewerkschaften ihre Gehalts- und Haushaltsforderungen an diesem 29. September gemeinsam auf die Straße tragen.

Quellen

  • Franceinfo
  • CGT
  • CGT État
  • CFE-CGC
  • CFDT
  • UNSA

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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