Kultur

Pariser Kirchen werden für junge Papstpilger zu Schlafsälen

Fast 600.000 Menschen haben sich für die Messe von Papst Leo XIV. am 26. September angemeldet. Paris erweitert die Veranstaltungsfläche, Gemeinden schaffen Schlafplätze für junge Pilger.

Paris – 18.09.2026: Acht Tage vor dem Besuch von Papst Leo XIV. wächst in Paris der organisatorische Aufwand. Nach Angaben der französischen Bischofskonferenz haben sich fast 600.000 Menschen für die Freiluftmesse am Samstag, 26. September, angemeldet. Weil viele junge Pilger aus anderen Regionen Frankreichs und aus dem Ausland anreisen, richten Kirchengemeinden vorübergehend Schlafplätze in Kirchen und Gemeinderäumen ein.

Die Messe soll um 15 Uhr auf der Place de la Concorde beginnen. Der Publikumsbereich erstreckt sich entlang der Champs-Élysées und wird wegen der hohen Nachfrage bis zur Avenue de la Grande-Armée hinter dem Arc de Triomphe erweitert. Zusätzliche Bildschirme sollen die Feier für jene übertragen, die keinen Platz in der Nähe des Altars finden. Nach Angaben der Veranstalter soll die Vergrößerung verhindern, dass weitere Interessierte abgewiesen werden müssen.

Für die Unterbringung der jungen Besucher nutzen Gemeinden unterschiedliche Räume. In der Krypta der Kirche Saint-Ferdinand-des-Ternes im 17. Arrondissement soll beispielsweise eine Gruppe aus Évreux übernachten. Weitere Pfarreien und Diözesen vermitteln Quartiere in kirchlichen Häusern, Gemeinderäumen und bei privaten Gastgebern. Damit übernimmt das Netz der Pariser Gemeinden einen Teil der Logistik, die Hotels und andere reguläre Unterkünfte allein kaum bewältigen könnten.

Der Papst wird vom 25. bis 28. September in Frankreich erwartet. Nach seiner Ankunft am Flughafen Paris-Orly ist am Freitag ein Treffen mit Präsident Emmanuel Macron im Élysée-Palast vorgesehen. Anschließend soll Leo XIV. am Hauptsitz der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur sprechen. Am Abend ist im Stade de France in Saint-Denis eine Gebetswache mit jungen Menschen geplant.

Am Samstag stehen zunächst Besuche bei der Sozial- und Integrationsstelle Maison Bakhita sowie am Institut Catholique de Paris auf dem Programm. Die Messe im Zentrum der Hauptstadt bildet den größten öffentlichen Termin der Reise. Rund 12.000 Freiwillige sollen die Zugänge betreuen, Besucherströme lenken und Pilger auf dem weitläufigen Gelände versorgen.

Die katholische Kirche in Frankreich bittet zugleich um Spenden für die Reise. Finanziert werden müssen unter anderem Infrastruktur, Empfang, Sicherheitslogistik sowie Übertragungs- und Beschallungstechnik. Nach dem Aufenthalt in Paris führt die Reise Leo XIV. nach Lourdes und Metz. Zum Abschluss ist am Montag, 28. September, eine Messe in der Kathedrale Saint-Étienne von Metz vorgesehen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Diözese Paris
  • RTL
  • Associated Press
  • Le Monde
  • Französische Bischofskonferenz

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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