Politik & Gesellschaft

Rassistische und antisemitische Schmierereien an Schule in Le Havre

Unbekannte haben die Grundschule Paul Bert in Le Havre mit rassistischen, antisemitischen und sexistischen Parolen beschmiert. Die Tat trifft eine Schule, die kurz vor Schuljahresbeginn steht und bereits umfassend saniert wird.

Le Havre – 22.08.2026: Unbekannte haben die Grundschule Paul Bert im Stadtteil Aplemont in der Nacht zum 20. August mit rassistischen, antisemitischen und sexistischen Parolen beschmiert. Nach Angaben der Präfektur Seine-Maritime stellte die Polizei außerdem Farbwürfe und beschädigtes Material fest. Die Behörden verurteilten die Tat als Angriff auf die grundlegenden Werte der Republik.

Öffentlich bekannt wurde der Vorfall am 21. August, rund zehn Tage vor Beginn des neuen Schuljahres. Angaben zu Tatverdächtigen, zur Höhe des Schadens oder zu einem möglichen Ermittlungsverfahren lagen zunächst nicht vor. Auch den genauen Wortlaut und die Zahl der Parolen teilte die Präfektur nicht mit.

Betroffen ist eine Schule von erheblicher Bedeutung für den Stadtteil. Nach Angaben der Präfektur besuchen 368 Schülerinnen und Schüler die 15 Klassen der Grundschule Paul Bert. Die Stadt Le Havre nennt auf ihrer Projektseite rund 400 Kinder sowie die Nutzer eines Freizeitzentrums. Die Differenz kann auf unterschiedliche Erhebungszeitpunkte zurückgehen.

Der Schulkomplex an der Rue des Iris entstand zwischen 1950 und 1955 nach Plänen des Architekten Guy Lagneau und gehört zum Wiederaufbauerbe Le Havres. Sein baulicher Zustand gilt seit Längerem als sanierungsbedürftig. Fassaden und Tragstrukturen weisen Schäden auf, zudem entspricht die Anlage nur teilweise den Anforderungen an Barrierefreiheit. Nach Darstellung der Stadt zählt sie gemessen am Verbrauch je Quadratmeter zu den energieintensivsten Schulgebäuden Le Havres.

Die Kommune hat deshalb ein mindestens zweijähriges Sanierungsprogramm eingeleitet. Die Präfektur beziffert das Volumen auf 17 Millionen Euro. Vorgesehen sind die energetische Erneuerung, Verbesserungen bei Sicherheit und Barrierefreiheit sowie eine teilweise Umstrukturierung des Gebäudes. Der Staat beteiligt sich über den Fonds vert mit 770.000 Euro. Außerdem plant die Stadt Räume für zwei Einrichtungen, die Kinder mit Behinderungen betreuen.

Für den Unterricht ist bereits eine Übergangslösung vorgesehen. Nach städtischen Angaben soll nach den Herbstferien 2026 eine provisorische Schule bezogen werden; anschließend beginnt die umfassende Sanierung des Bestandsgebäudes. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2028 geplant. Die neuen Schäden treffen damit eine Einrichtung, deren Betrieb und räumliche Organisation ohnehin vor einem tiefgreifenden Umbau stehen.

Schmierereien mit rassistischem, antisemitischem oder sexistischem Inhalt können neben Sachbeschädigung weitere Straftatbestände berühren. Welche rechtliche Bewertung die Ermittlungsbehörden im konkreten Fall vornehmen, war zunächst offen. Gesichert ist bislang, dass die Polizei die Schäden aufgenommen hat und die Präfektur die Tat ausdrücklich verurteilte.

Quellen

  • Franceinfo
  • Präfektur Seine-Maritime
  • Stadt Le Havre

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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