Wirtschaft

Roubache ruft Unternehmen zur Einstellung von Lehrlingen auf

Frankreichs Staatssekretärin Sabrina Roubache wirbt zum Beginn des Ausbildungsjahres für neue Ausbildungsverträge. Vor allem kleinere Betriebe sollen trotz der neu gestaffelten Förderung mit verlässlichen Hilfen rechnen können.

Paris – 24.08.2026: Die für berufliche Bildung zuständige Staatssekretärin Sabrina Roubache hat Frankreichs Unternehmen aufgerufen, zum Beginn des Ausbildungsjahres zusätzliche Lehrlinge einzustellen. In einem am Sonntag veröffentlichten Interview verwies sie auf junge Menschen, die bereits einen Platz an einer Berufsschule oder einem Ausbildungszentrum gefunden hätten, denen aber noch ein Betrieb fehle. Den Arbeitgebern sicherte sie verlässliche staatliche Hilfen zu.

Roubache räumte ein, dass Frankreich die Zuschüsse für Ausbildungsbetriebe 2026 neu gestaffelt und teilweise gesenkt hat. Weitere Kürzungen seien jedoch nicht vorgesehen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollen von der Neuordnung weitgehend verschont bleiben. Die Zusage richtet sich an Betriebe, die angesichts schwacher Konjunkturaussichten und veränderter Förderbedingungen mit Neueinstellungen zögern.

Die geltende Regelung unterscheidet nach Unternehmensgröße und angestrebtem Abschluss. Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten erhalten für bestimmte Ausbildungswege im ersten Vertragsjahr weiterhin bis zu 5.000 Euro. Für andere Abschlüsse gelten abgestufte Hilfen. Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten bekommen je nach Qualifikationsniveau zwischen 750 und 2.000 Euro. Wird ein Auszubildender mit Behinderung eingestellt, kann die Förderung bis zu 6.000 Euro betragen.

Mit der Reform versucht die Regierung, die stark gestiegenen Kosten der Ausbildungsförderung einzudämmen, ohne das System grundsätzlich zu schwächen. Nach vorläufigen Angaben der Arbeitsmarktstatistikbehörde Dares wurden 2025 im privaten und öffentlichen Sektor 846.700 Ausbildungsverträge begonnen, fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Ende 2025 bestanden noch rund 1,018 Millionen Verträge; binnen eines Jahres war ihre Zahl um drei Prozent gesunken.

Dieser Rückgang beendet vorerst den raschen Aufschwung seit der Ausbildungsreform von 2018. Sie hatte den Zugang zu Ausbildungszentren erleichtert und die Prämien für Arbeitgeber ausgeweitet. Im Mai 2026 bezifferte die Regierung im Senat die jährliche Finanzierung der Ausbildung über France compétences und Unternehmensbeiträge auf mehr als zehn Milliarden Euro. Die neue Staffelung soll die öffentlichen Mittel stärker auf kleinere Betriebe und niedrigere Qualifikationsstufen ausrichten.

Roubache verwies zudem auf praktische Hürden für Jugendliche außerhalb der Ballungsräume. Geplant seien ein sozial gestütztes Leasingangebot für führerscheinfreie Fahrzeuge und zusätzliche Internatsplätze. Beides soll helfen, wenn Berufsschule und Ausbildungsbetrieb weit vom Wohnort entfernt liegen.

Zugleich forderte die Staatssekretärin mehr Ausbildungsplätze im öffentlichen Dienst. Für Oktober kündigte sie eine landesweite Konsultation zur Attraktivität der beruflichen Bildung an, an der Familien, Jugendliche, Gewerkschaften, Lehrkräfte und Unternehmen teilnehmen sollen. Die derzeitigen Sonderhilfen gelten für Verträge, die bis zum 31. Dezember 2026 geschlossen werden und vor dem 1. Januar 2027 beginnen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ministerium für Arbeit und Solidarität
  • Dares
  • Senat

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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