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Sachsen-Anhalt wählt neuen Landtag, AfD geht als Favoritin ins Rennen

Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte entscheiden an diesem Sonntag über den neuen Landtag in Sachsen-Anhalt. Umfragen sehen die AfD vorn; belastbare Ergebnisse gibt es erst nach Schließung der Wahllokale.

Magdeburg – 06.09.2026: In Sachsen-Anhalt hat am Sonntagmorgen die Wahl zum neunten Landtag begonnen. Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte können bis 18 Uhr ihre Stimmen abgeben. Nach den jüngsten Umfragen geht die Alternative für Deutschland als stärkste Kraft in den Wahltag, die Christlich Demokratische Union folgt mit deutlichem Abstand. Ob sich dieser Vorsprung an den Urnen bestätigt, ist offen.

Die Abstimmung entscheidet über die Zusammensetzung des Landesparlaments in Magdeburg und die politischen Mehrheiten der kommenden Legislaturperiode. Auf den Stimmzetteln stehen 15 Parteien mit Landeslisten. Neben AfD und CDU treten unter anderem die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Die Linke, die Freie Demokratische Partei, Bündnis 90/Die Grünen und das Bündnis Sahra Wagenknecht an.

Jede Wählerin und jeder Wähler hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird in einem der 41 Wahlkreise ein Direktmandat vergeben. Die Zweitstimme bestimmt grundsätzlich das Kräfteverhältnis im Landtag. Regulär umfasst das Parlament 83 Sitze; durch Überhang- und Ausgleichsmandate kann es größer werden. Parteien müssen landesweit mindestens fünf Prozent der gültigen Zweitstimmen erhalten, um bei der Mandatsverteilung berücksichtigt zu werden. Ausgenommen sind Parteien, die genügend Direktmandate gewinnen.

Die hohen Umfragewerte der AfD verleihen der Wahl eine über Sachsen-Anhalt hinausreichende Bedeutung. Ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund strebt das Amt des Ministerpräsidenten an. Für die CDU tritt Ministerpräsident Sven Schulze an. Im Wahlkampf ging es vor allem um Migration, die wirtschaftliche Entwicklung, Bildung und die Leistungsfähigkeit öffentlicher Einrichtungen. Gerade wirtschaftliche Sorgen spielen in einem Land eine große Rolle, das seit der Wiedervereinigung Bevölkerung verloren hat und dessen ländliche Regionen vielerorts mit Alterung und Fachkräftemangel kämpfen.

Welche Regierung nach der Wahl gebildet werden kann, hängt von der Sitzverteilung und der Bereitschaft der Parteien zu Bündnissen ab. Ein Umfragevorsprung sagt darüber nur begrenzt etwas aus. Auch kleinere Verschiebungen können darüber entscheiden, welche Parteien die Fünfprozenthürde überwinden und welche Mehrheiten rechnerisch möglich werden.

Nach Angaben der Landeswahlleitung werden um 18 Uhr zunächst Prognosen veröffentlicht. Sie beruhen auf Befragungen von Wählerinnen und Wählern nach der Stimmabgabe. Spätere Hochrechnungen beziehen bereits ausgezählte Wahlbezirke ein und werden mit fortschreitender Auszählung genauer. Amtliche Ergebnisse ersetzen sie nicht.

Die Stimmen werden unmittelbar nach Schließung der Wahllokale in den Wahlbezirken und Briefwahlvorständen ausgezählt. Erste Zwischenergebnisse sollen ab 19 Uhr vorliegen. Das vorläufige Landesergebnis wird in der Nacht zum 7. September oder am Montagmorgen erwartet. Das endgültige Zweitstimmenergebnis stellt der Landeswahlausschuss am 22. September fest.

Quellen

  • Franceinfo: Analyse zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
  • Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt: Informationen zur Landtagswahl 2026
  • Mitteldeutscher Rundfunk: Liveticker zur Landtagswahl
  • Bundeszentrale für politische Bildung: Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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