Paris – 25.07.2026: Mehr als einen Monat vor Beginn des neuen Schuljahres liegt das Schulmaterial in Frankreich bereits in vielen Supermärkten aus. Familien, die ihre Listen frühzeitig prüfen, treffen auf ein breites Angebot, müssen aber höhere Ausgaben einplanen als im Vorjahr. Nach einer Erhebung der Verbraucherschutzorganisation Que Choisir Ensemble sind die Preise gegenüber Juli 2025 im Durchschnitt um zwei Prozent gestiegen.
Die Untersuchung umfasst Schulartikel in mehr als 4.500 Super- und Hypermärkten mit Abholservice in Frankreich. Verglichen wurden die Preise vom 1. Juli 2026 mit denen vom 1. Juli 2025. Der Anstieg fällt geringer aus als während der ausgeprägten Teuerungswelle von 2023, kommt jedoch zu den bereits im vergangenen Jahr verzeichneten Aufschlägen hinzu. Für Familien summieren sich damit auch moderate Erhöhungen, zumal häufig mehrere Kinder ausgestattet werden müssen.
Größer als die durchschnittliche Jahresteuerung sind die Unterschiede zwischen den Produktlinien. Eigenmarken von Carrefour und E.Leclerc kosteten laut Erhebung im Mittel 40 Prozent weniger als vergleichbare Artikel etablierter Hersteller wie Clairefontaine, Oxford, Maped oder Bic. Bei Klebestiften und Scheren betrug der Abstand teilweise mehr als 60 Prozent.
Noch günstiger sind einzelne Basislinien des Handels. Für ausgewählte Produkte errechnete Que Choisir Ensemble Preise, die durchschnittlich bei etwa einem Viertel des Niveaus großer Marken lagen. Vier Kugelschreiber, Bleistifte, eine Schere oder ein Anspitzer sind in solchen Reihen teilweise für weniger als 30 Cent erhältlich. Allerdings gibt es nicht jeden auf den Materiallisten verlangten Artikel in einer preiswerten Ausführung.
Auch der Kaufzeitpunkt wirkt sich auf die Rechnung aus. Die Verbraucherschützer raten davon ab, den gesamten Bedarf bereits im Juni zu decken, wenn die Auswahl noch kleiner und das Preisniveau häufig höher ist. Im Laufe des Sommers werben die Handelsketten mit Sonderaktionen; bis Mitte August können die Preise deshalb sinken. Nach dem Schulbeginn werden manche Artikel wieder teurer, während günstige Varianten mitunter ausverkauft sind.
Vor dem Einkauf empfiehlt sich ein Abgleich der Schulliste mit vorhandenen Heften, Stiften und Mappen. Große Aktionspackungen lohnen sich nur, wenn ihr Inhalt tatsächlich gebraucht wird. Auch Lizenzmotive erhöhen den Preis: Ein vierfarbiger Bic-Stift im Design der französischen Fußballnationalmannschaft kostete in der Untersuchung doppelt so viel wie die Standardausführung.
Die Verkaufspreise der Schulbedarfssaison werden nach Angaben von Branchenvertretern Monate im Voraus zwischen Herstellern und Handelsketten ausgehandelt. Kurzfristige Rohstoffschwankungen erreichen die Regale daher nicht unmittelbar. Den größten Einfluss auf die Ausgaben haben derzeit die Wiederverwendung vorhandener Materialien, eine genaue Bedarfsliste sowie der Vergleich von Markenartikeln, Eigenmarken und günstigen Handelslinien.
Quellen
- Que Choisir Ensemble: Preisvergleich für Schulmaterial vom 6. Juli 2026
- L'Est Républicain: Analyse zu Aktionen und Einkaufstipps vom 21. Juli 2026
- Franceinfo: Bericht über früh verfügbares Schulmaterial vom 25. Juli 2026
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).