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Selenskyj: Russland will 30.000 weitere Soldaten aus Nordkorea einsetzen

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten bereitet Russland die Aufnahme weiterer nordkoreanischer Soldaten vor. Moskau und Pjöngjang haben die Darstellung bislang nicht bestätigt.

Kiew – 26.07.2026: Russland bereitet nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Aufnahme von weiteren 30.000 Soldaten aus Nordkorea vor. Die Vorbereitungen liefen seit Juni in der russischen Region Woronesch, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache am 25. Juli. Zudem plane Pjöngjang, weitere Startsysteme für ballistische Raketen an Russland zu liefern.

Selenskyj berief sich auf ukrainische Nachrichtendienste und Informationen von Partnerstaaten. Moskau und Pjöngjang äußerten sich zunächst nicht zu seiner Darstellung. Daher ist weder bestätigt, dass bereits ein verbindlicher Entsendebeschluss gefasst wurde, noch ist bekannt, wann und für welche Aufgaben die Soldaten nach Russland kommen könnten. Auch die genannte Zahl lässt sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Eine Entsendung in dieser Größenordnung hätte erhebliche militärische Bedeutung. Nordkoreanische Einheiten unterstützten Russland bereits bei den Kämpfen in der Grenzregion Kursk. Nach Angaben südkoreanischer und westlicher Stellen wurden seit 2024 insgesamt etwa 14.000 nordkoreanische Soldaten nach Russland geschickt, darunter Kampftruppen, Pioniere und weitere Spezialisten. Ihr Einsatz ermöglichte es der russischen Führung, eigenes Personal an andere Frontabschnitte zu verlegen.

Der ukrainische Präsident brachte den möglichen Truppentransfer mit einer engeren militärtechnischen Zusammenarbeit beider Staaten in Verbindung. Russland helfe Nordkorea demnach, Erfahrungen aus dem Krieg auszuwerten und Waffensysteme weiterzuentwickeln. Für die Staaten Ostasiens birgt diese Kooperation zusätzliche Risiken: Pjöngjang könnte russisches Know-how sowie Erkenntnisse über Raketen, Drohnen und elektronische Kriegführung erhalten.

Selenskyjs Äußerungen folgen auf neue diplomatische Kontakte zwischen beiden Ländern. Die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui hielt sich am 19. Juli in Moskau auf und traf dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Russland und Nordkorea hatten ihre strategische Annäherung bereits im Juni 2024 durch einen Partnerschaftsvertrag gefestigt. Das Abkommen enthält eine Beistandsklausel für den Fall eines bewaffneten Angriffs.

Für Russland könnte der Einsatz weiterer nordkoreanischer Kräfte den Druck bei der Rekrutierung eigenen Personals verringern. Selenskyj erklärte zugleich, der Kreml bereite für den Herbst eine breitere Mobilisierung vor. Nach ukrainischen Angaben nahm Russland in den ersten knapp sieben Monaten des Jahres 221.000 Menschen in die Streitkräfte auf; im selben Zeitraum hätten sich die russischen Verluste auf nahezu 225.500 Soldaten belaufen. Auch diese Zahlen sind nicht unabhängig verifiziert.

Eine weitere große Truppenentsendung würde die militärische Verflechtung der beiden international sanktionierten Staaten vertiefen und dürfte in Seoul, Tokio und westlichen Hauptstädten die Sorge vor russischen Technologietransfers an Nordkorea verstärken. Eine offizielle Bestätigung der behaupteten Truppenstärke lag am 26. Juli weder aus Russland noch aus Nordkorea vor.

Quellen

  • Franceinfo
  • Reuters
  • Yonhap News Agency
  • Ukrainische Präsidentschaft
  • Critical Threats Project

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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