Wirtschaft

Serge Papin wertet leichtes Wachstum als Zeichen der Widerstandskraft

Frankreichs Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 unerwartet um 0,2 Prozent gewachsen. Handelsminister Serge Papin begrüßt zudem die nachlassende Teuerung, doch hohe Energiepreise, eine ausgeprägte Sparneigung und der schwache Konsum belasten den Ausblick.

Paris – 31.07.2026: Frankreichs Minister für kleine und mittlere Unternehmen, Handel, Handwerk, Tourismus und Kaufkraft, Serge Papin, hat die jüngsten Konjunkturdaten als Zeichen wirtschaftlicher Widerstandskraft gewertet. Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal 2026 unerwartet um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Zugleich zeigte sich Papin zufrieden mit der zuletzt gedämpften Inflation.

Der Zuwachs fällt bescheiden aus, nimmt aber vorerst die Sorge vor einer technischen Rezession. Im ersten Quartal war die Wirtschaftsleistung nach revidierten Daten um 0,1 Prozent geschrumpft. Die Erholung im Frühjahr verbessert die Ausgangslage für die zweite Jahreshälfte. Sie ändert jedoch wenig daran, dass die französische Konjunktur seit Monaten unter hoher Unsicherheit, schwachem privatem Verbrauch und den Folgen gestiegener Energiepreise leidet.

Die Verbraucherpreise lagen im Juni nach nationaler Berechnung 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex, der Vergleiche innerhalb der Eurozone ermöglicht, stieg um 2,0 Prozent. Damit fiel die Teuerung geringer aus als im Mai, als vor allem die Energiepreise die Rate nach oben getrieben hatten.

Für Papins Ressort ist diese Entwicklung von unmittelbarer Bedeutung. Langsamer steigende Preise können die reale Kaufkraft stabilisieren und dadurch Handel, Tourismus sowie Handwerksbetriebe stützen. Die Wirkung bleibt allerdings begrenzt, solange viele Haushalte wegen der wirtschaftlichen Risiken einen großen Teil ihres Einkommens zurücklegen. Die Banque de France bezifferte die Sparquote der privaten Haushalte für das erste Quartal auf 17,9 Prozent und erwartet für das Gesamtjahr einen Rückgang des real verfügbaren Einkommens.

In ihrem Basisszenario rechnet die Zentralbank 2026 mit lediglich 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum. Gegenüber ihrer Prognose vom März ist das eine Korrektur um 0,4 Prozentpunkte nach unten. Als Belastungen nennt sie insbesondere höhere Ölpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten und die schwächere Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn.

Auch das Inflationsrisiko ist nicht beseitigt. Für 2026 prognostiziert die Banque de France im Jahresdurchschnitt eine harmonisierte Inflationsrate von 2,5 Prozent. Höhere Kosten für Treibstoffe und Transporte könnten mit Verzögerung auch Lebensmittel verteuern und die jüngste Entspannung teilweise zunichtemachen. Zudem dürfte der private Konsum nach Einschätzung der Zentralbank im gesamten Jahr lediglich um 0,2 Prozent wachsen.

Die Quartalszahlen liefern der Regierung somit ein kurzfristig günstiges Signal: Auf den Rückgang im Winter folgte kein weiterer Einbruch. Einen breiten Aufschwung belegt das vorläufige Plus von 0,2 Prozent jedoch nicht. Ihm stehen eine deutlich gesenkte Jahresprognose und die Erwartung gegenüber, dass die reale Kaufkraft 2026 um 0,4 Prozent sinkt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Insee
  • Banque de France

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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