Politik & Gesellschaft

Sizilien: Bargeldfund am Strand von Casuzze beschäftigt die Justiz

An der Küste bei Casuzze im Südosten Siziliens sind rund 700.000 Euro in kleinen Scheinen sichergestellt worden. Das Geld soll aus einem manövrierunfähigen Motorboot ins Meer geworfen worden sein. Die Staatsanwaltschaft Ragusa ermittelt zur…

Casuzze – 02.08.2026: Versiegelte Behälter mit großen Mengen Bargeld haben an der Südküste Siziliens Ermittlungen der italienischen Justiz ausgelöst. Die Pakete wurden nahe Casuzze angespült, einem Küstenort in der Gemeinde Santa Croce Camerina in der Provinz Ragusa. Nach den bislang veröffentlichten Angaben stellten die Behörden rund 700.000 Euro sicher, überwiegend in kleinen Banknoten.

Das Geld soll von einem Motorboot stammen, das Ende Juli vor der Küste in Schwierigkeiten geraten war. Berichten zufolge war das Fahrzeug wegen Treibstoffmangels nicht mehr manövrierfähig. Als sich die italienische Küstenwache näherte, sollen Menschen an Bord die wasserdicht verpackten Behälter ins Meer geworfen haben. Strömung und Wellengang trieben zumindest einen Teil der Ladung anschließend an den Strand.

Die Staatsanwaltschaft von Ragusa untersucht nun die Herkunft des Bargelds, die Route des Bootes und mögliche Verbindungen zu grenzüberschreitenden Straftaten. Drei maltesische Staatsangehörige, die sich an Bord befunden haben sollen, wurden identifiziert und nach bisherigem Kenntnisstand zunächst wegen verwaltungsrechtlicher Verstöße belangt. Ob gegen sie darüber hinaus strafrechtlich ermittelt wird, war aus den öffentlich zugänglichen Angaben nicht eindeutig zu entnehmen.

Aufschluss könnte zunächst die sorgfältige Verpackung geben. Das Geld war offenbar so gesichert, dass es längeren Kontakt mit Meerwasser überstehen konnte. Die Ermittler können unter anderem Seriennummern der Scheine und Spuren an den Behältern auswerten. Auch Mobiltelefone, Navigationsdaten, Hafenaufzeichnungen und Kontakte der Beteiligten kommen als Ermittlungsansätze infrage. Daraus ließe sich möglicherweise rekonstruieren, wo das Boot abgelegt hatte, welches Ziel es verfolgte und wer über das Bargeld verfügen sollte.

Bislang ist öffentlich weder geklärt, wem die Summe gehörte, noch aus welchem Geschäft sie stammte. Ein Zusammenhang mit organisierter Kriminalität oder Schmuggel wird geprüft, ist aber nicht belegt. Ebenso offen bleibt, ob die sichergestellte Summe dem gesamten transportierten Betrag entspricht oder weitere Pakete im Meer verloren gingen.

Die Gewässer zwischen Malta und Sizilien gehören zu den stark befahrenen Bereichen des zentralen Mittelmeers. Neben regulärem Fähr-, Handels- und Freizeitverkehr kontrollieren italienische Behörden dort auch Boote wegen möglicher Zoll-, Schmuggel- und Einreisedelikte. Die grenzüberschreitende Route kann deshalb eine Zusammenarbeit mit maltesischen Stellen erforderlich machen, sofern sich dort Anhaltspunkte zum Ausgangspunkt oder zu den Beteiligten ergeben.

Der ungewöhnliche Fund ist inzwischen als Beweismittel gesichert. Über die Herkunft der rund 700.000 Euro und ihren vorgesehenen Empfänger gibt es nach Angaben aus dem laufenden Verfahren noch keine belastbare öffentliche Feststellung.

Quellen

  • Franceinfo
  • Öffentlich zugängliche Wiedergabe einer ANSA-Meldung auf Reddit

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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