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Sophie Adenot absolviert ersten Außeneinsatz an der ISS

Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot hat erstmals außerhalb der Internationalen Raumstation gearbeitet. Thomas Pesquet beschreibt, weshalb selbst intensives Training im Wasser die Bedingungen im All nur annähernd abbildet.

Houston – 18.08.2026: Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot hat an der Internationalen Raumstation ihren ersten Außeneinsatz absolviert. Ihr Landsmann Thomas Pesquet, der selbst zweimal für längere Missionen auf der ISS lebte, würdigte den Arbeitseinsatz am Dienstag. Man könne sich zwar im Schwimmbecken gründlich vorbereiten, sagte er Franceinfo, doch mit der tatsächlichen Arbeit außerhalb der Station sei das nicht gleichzusetzen. Die Mission verlaufe gut.

Adenot war am 13. Februar 2026 mit der Crew-12-Mission gestartet und erreichte die ISS am folgenden Tag. Ihre erste Langzeitmission trägt bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA den Namen epsilon und kann bis zu neun Monate dauern. Gemeinsam mit ihr flogen die NASA-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway sowie der russische Kosmonaut Andrei Fedjajew zur Station.

Der Außeneinsatz erweitert Adenots Aufgaben an Bord um eine besonders anspruchsvolle Tätigkeit. Astronautinnen und Astronauten üben die dafür vorgesehenen Bewegungen und Arbeitsabläufe in großen Neutralauftriebsbecken. Das Wasser soll einen Zustand erzeugen, der der Schwerelosigkeit möglichst nahekommt. Werkzeuge, Haltevorrichtungen und Teile der Raumstation werden dort maßstabsgetreu nachgebildet.

Im Orbit gelten dennoch andere Bedingungen. Der Raumanzug begrenzt die Beweglichkeit, jeder Handgriff muss gegen Widerstände ausgeführt werden. Hinzu kommen die Sicherung an der Station, die Abstimmung mit der Bodenkontrolle und die Arbeit in einer Umgebung, in der Fehler schwerwiegende Folgen haben können. Pesquets Hinweis verweist deshalb auf Erfahrung, die sich durch Simulation allein nicht erwerben lässt.

Adenot gehört zu der 2022 ausgewählten Astronautenklasse der ESA. Ihre Grundausbildung schloss sie im April 2024 ab. Die Ingenieurin und frühere Hubschrauber-Testpilotin wurde anschließend ihrer ersten ISS-Mission zugeteilt und unter anderem für Außenbordeinsätze, Notfallverfahren und technische Arbeiten an der Station geschult.

Während der epsilon-Mission arbeitet Adenot vor allem in den Forschungsmodulen Columbus und Kibo. Die ESA hatte für ihren Aufenthalt bis zu 36 europäische Experimente angekündigt, darunter sieben Vorhaben des französischen Raumfahrtzentrums CNES. Sie betreffen unter anderem die menschliche Physiologie, Materialforschung und technische Erprobungen. Die Ergebnisse sollen sowohl künftigen bemannten Raumfahrtmissionen als auch Anwendungen auf der Erde dienen.

Adenots Einsatz ist zugleich Teil des laufenden Betriebs der ISS, den die beteiligten Raumfahrtorganisationen gemeinsam organisieren. Wartung, Forschung und Außenarbeiten erfordern eine enge Abstimmung zwischen der Besatzung, den Kontrollzentren und den technischen Teams am Boden. Mit ihrem ersten Arbeitseinsatz außerhalb der Station übernimmt Adenot nun auch eine der körperlich und technisch forderndsten Aufgaben einer ISS-Besatzung.

Quellen

  • Franceinfo
  • Europäische Weltraumorganisation ESA
  • NASA
  • Französisches Raumfahrtzentrum CNES

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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