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Stromausfälle und Treibstoffmangel verschärfen Kubas Krise

Nach einem erneuten Zusammenbruch des Stromnetzes fehlen Kuba Treibstoff, Devisen und Medikamente. Zugleich bricht der Tourismus ein, eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes.

Havanna – 22.09.2026: Nach dem jüngsten landesweiten Zusammenbruch des Stromnetzes verschärft sich auf Kuba die Energie- und Versorgungskrise. Am 18. September fiel die Elektrizitätsversorgung auf der gesamten Insel erneut aus. Millionen Menschen waren ohne Strom. Der anhaltende Treibstoffmangel beeinträchtigt zudem den Verkehr, die Wasserversorgung, Krankenhäuser und die Kühlung von Lebensmitteln.

Die akute Notlage hat mehrere Ursachen. Kubas veraltete Kraftwerke litten schon vor 2026 unter fehlenden Ersatzteilen, einer geringen heimischen Ölproduktion und wiederkehrenden Störungen. Seit Januar haben die Vereinigten Staaten den Zugang der Insel zu Treibstofflieferungen aus dem Ausland weiter eingeschränkt. Besonders schwer wiegt für Havanna der Ausfall venezolanischer Lieferungen nach der Entmachtung von Nicolás Maduro.

Washington verbindet seinen wirtschaftlichen Druck mit der Forderung nach politischen und ökonomischen Veränderungen. Anfang September verhängte die US-Regierung neue Sanktionen gegen kubanische Einrichtungen. Betroffen ist unter anderem das Staatsunternehmen Abapet, das Ausrüstung und Ersatzteile für den Energiesektor importiert. Die kubanische Regierung bezeichnet die Maßnahmen als Versuch, die staatliche Ordnung mit wirtschaftlichen Zwangsmitteln zu destabilisieren.

Für die Bevölkerung sind die Folgen unmittelbar spürbar. Ohne verlässlichen Strom geraten Pumpstationen und Kühlketten an ihre Grenzen. Krankenhäusern und Rettungsdiensten fehlen zugleich wichtige Betriebsmittel. Berichte aus Havanna verweisen auf wachsende Engpässe bei Arzneimitteln, Lebensmitteln und Trinkwasser. Die US-Botschaft warnte Anfang September vor einer Häufung von Magen-Darm-Erkrankungen im Zusammenhang mit den Störungen der Wasser- und Stromversorgung.

Auch der Tourismus, seit Jahrzehnten eine wichtige Devisenquelle Kubas, ist stark eingebrochen. Nach Angaben des kubanischen Statistikamts kamen von Januar bis Juli lediglich 419.000 internationale Besucher. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 1,1 Millionen gewesen. Das entspricht einem Rückgang um rund 62 Prozent. Flugausfälle, fehlendes Kerosin und häufige Stromunterbrechungen belasten Hotels, private Unterkünfte, Reiseveranstalter und deren Beschäftigte.

Der Rückgang trifft eine Volkswirtschaft, die dringend auf Einnahmen in ausländischer Währung angewiesen ist. Mit den Erlösen aus dem Tourismus finanziert Kuba einen Teil seiner Einfuhren von Lebensmitteln, Medikamenten, Treibstoff und Industrieerzeugnissen. Sinken die Deviseneinnahmen, kann der Staat weniger importieren und die Versorgung kaum stabilisieren. Sanktionen und Zahlungsrisiken erschweren zugleich den Handel mit ausländischen Unternehmen.

In der Krise verbinden sich jahrzehntelange wirtschaftliche Fehlsteuerung und marode Infrastruktur mit dem verschärften Druck der Vereinigten Staaten. Die Kommunistische Partei kontrolliert weiterhin die staatlichen Institutionen. Eine politische Verständigung mit Washington über grundlegende Veränderungen des kubanischen Systems ist bislang nicht absehbar.

Quellen

  • France 2 und Franceinfo: Versorgungskrise auf Kuba
  • Associated Press: landesweiter Stromausfall auf Kuba
  • Associated Press: Rückgang des internationalen Tourismus
  • Reuters: Versorgungskrise und wirtschaftliche Lage
  • Britisches Außenministerium: Reisehinweise zu Treibstoffengpässen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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