Wirtschaft

Tausende fordern in Paris mehr Geld für den Klimaschutz

Bei einer Demonstration in Paris haben Tausende Menschen rasche und verlässlich finanzierte Klimaschutzmaßnahmen verlangt. Der Protest zielte vor allem auf den französischen Staatshaushalt 2027 und den bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampf.

Paris – 27.09.2026: Tausende Menschen haben am Samstag in Paris für rasche und finanziell abgesicherte Klimaschutzmaßnahmen demonstriert. Die Kundgebung war Teil eines landesweiten Aktionstags, zu dem Umweltverbände, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Gruppen aufgerufen hatten. Auch in zahlreichen weiteren Städten fanden Versammlungen statt. In der Hauptstadt verlangten die Teilnehmer, Klimaschutz und Klimaanpassung bei den Beratungen über den Staatshaushalt 2027 stärker zu berücksichtigen.

Die Demonstrierenden verwiesen auf einen Sommer mit außergewöhnlicher Hitze, Trockenheit und Bränden in Frankreich. Ihre Forderungen richten sich sowohl auf die Verringerung der Treibhausgasemissionen als auch auf den Schutz der Bevölkerung vor den Folgen steigender Temperaturen. Dazu zählen Investitionen in die Anpassung von Wohnungen und Städten sowie zusätzliche Mittel für Gesundheitsdienste und Rettungskräfte. Die beteiligten Bündnisse befürchten, dass staatliche Einsparungen solche Vorhaben verzögern oder verhindern könnten.

Réseau Action Climat hatte vor dem Aktionstag erklärt, die Mobilisierung solle konkrete Entscheidungen für den Haushalt 2027 beeinflussen. Nach Angaben des Netzwerks unterstützten 488 Organisationen den Aufruf; angekündigt waren 111 Märsche und Kundgebungen in 64 Départements. Neben Umweltverbänden beteiligten sich Organisationen aus dem Gesundheitswesen, der Sozialarbeit, dem Katastrophenschutz und der Arbeitswelt. Damit verband der Aktionstag ökologische Forderungen mit den praktischen Folgen für öffentliche Dienste und Kommunen.

Die Haushaltsdebatte gewinnt durch die französische Präsidentschaftswahl 2027 zusätzlich an Gewicht. Die Initiatoren verlangen, Ausgaben für Klimaschutz und Anpassung nicht als nachrangige Posten zu behandeln. Genannt werden staatliche Programme für die energetische Sanierung, kommunale Vorsorge gegen Hitze und Hochwasser sowie ein besserer Schutz vor Waldbränden. Die Demonstration selbst konnte keine Haushaltsentscheidungen vorwegnehmen; sie sollte den politischen Druck während der Vorbereitungen des Etats erhöhen.

Bereits am 15. September hatten 53 Organisationen vor dem Wirtschafts- und Finanzministerium in Bercy gegen aus ihrer Sicht unzureichende Klimamittel protestiert. Auch diese Kundgebung richtete sich an die Verantwortlichen für den Etat 2027. Die Gruppen verknüpfen dessen Finanzierung mit Gesundheitsschutz, Arbeitsbedingungen und kommunaler Daseinsvorsorge. Werden Gebäude nicht gegen Hitze ertüchtigt oder fehlen örtliche Schutzkonzepte, treffen die Folgen besonders Pflegeeinrichtungen, Schulen, dicht bebaute Stadtviertel und körperlich arbeitende Menschen.

Die Pariser Kundgebung vom 26. September führte diese Kampagne auf größerer Bühne fort. Die Veranstalter wollen verhindern, dass die Erfahrungen des Sommers 2026 in den Haushaltsverhandlungen und im Wahlkampf verdrängt werden. Ihr landesweiter Aufruf verband Klimaschutz mit dem Erhalt der Biodiversität, sozialer Gerechtigkeit und Frieden.

Quellen

  • Franceinfo
  • Réseau Action Climat
  • Le Dauphiné Libéré
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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