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Tom Cruise rockt Cannes: Letzte „Mission Impossible“ zündet spektakulär auf der Croisette

Wenn Hollywood auf französischem Boden landet, dann bleibt das selten leise. Am 14. Mai 2025 bebte die Croisette, als Tom Cruise höchstpersönlich zur Premiere von Mission: Impossible – The Final Reckoning auf dem roten Teppich erschien. Im Schlepptau: Der ikonische Soundtrack der Reihe, ein Fanmeer in Ekstase – und jede Menge Actionstars. Der inzwischen achte…

Illustration Nachrichten.fr
KI-Illustration

Wenn Hollywood auf französischem Boden landet, dann bleibt das selten leise. Am 14. Mai 2025 bebte die Croisette, als Tom Cruise höchstpersönlich zur Premiere von Mission: Impossible – The Final Reckoning auf dem roten Teppich erschien. Im Schlepptau: Der ikonische Soundtrack der Reihe, ein Fanmeer in Ekstase – und jede Menge Actionstars. Der inzwischen achte Teil der legendären Spionage-Reihe feierte seine Präsentation im Grand Théâtre Lumière mit einer fünfminütigen Standing Ovation. Kein Zweifel: Ethan Hunt ist zurück – und vielleicht zum letzten Mal.

Eine Hommage an Frankreich, getarnt als Blockbuster

Obwohl Mission: Impossible fest in Hollywood verwurzelt ist, schlägt das Herz dieses Films überraschend französisch. Gedreht wurde nicht nur in Paris, sondern auch an anderen eindrucksvollen Orten des Landes. Kathedralen, enge Gassen, hochmoderne Architekturen – Frankreichs Filmkulissen wirken wie eine heimliche Hauptrolle. Dazu kommen französische Talente wie Pom Klementieff, die als toughe Agentin an der Seite von Cruise glänzt. Es ist, als hätte der Film ein doppeltes Passfoto im Gepäck.

War's das für Ethan Hunt? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Die Story knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Diesmal steht Ethan Hunt einer geheimnisvollen KI gegenüber, genannt „die Entität“ – bedrohlich, unkontrollierbar und brandaktuell. Die Gefahr kommt nicht mehr in Form von Terroristen, sondern als digitale Übermacht.

Typisch Mission: Impossible: Der Realismus bleibt zweitrangig, das Adrenalin regiert.

Und Cruise? Der hängt sich – buchstäblich – wieder voll rein. Eine der atemberaubendsten Szenen zeigt ihn, wie er sich an einem Flugzeug festklammert, während es abhebt. Kein CGI, kein Stuntdouble. Der Mann hat einfach keine Angst – oder einen besonders guten Versicherungsberater.

Ob dies wirklich seine letzte Mission ist, lässt Cruise offen. In Interviews weicht er charmant aus, lenkt lieber den Fokus auf das „Hier und Jetzt“ – und die Reaktion seines Publikums. Wer könnte es ihm verdenken? Es wäre ein Abgang mit Knalleffekt.

Eine Promotion-Tour wie aus dem Lehrbuch – mit TikTok und Freiflug

Cruise tourte vor der Cannes-Premiere durch die halbe Welt: London, Tokio, Seoul – kein Ort war sicher vor dem Hollywoodstar. Und dabei beließ er es nicht bei Pressekonferenzen: Er erklomm das BFI IMAX in London, sprang aus Flugzeugen in Südkorea und eröffnete einen eigenen TikTok-Kanal. Ziel: Auch die jüngere Generation für Mission: Impossible zu begeistern.

Und, wer schaut nicht hin, wenn Tom Cruise plötzlich durch den Bildschirm springt?

Kritik? Begeistert und elektrisiert.

Die internationalen Pressestimmen überschlagen sich. Der Guardian nennt den Film „wild unterhaltsam“, lobt die durchchoreografierten Actionszenen und die nicht enden wollende Energie des Hauptdarstellers. In Frankreich zeigt man sich besonders stolz: Ein Blockbuster, der französische Kultur ins Rampenlicht rückt – das ist kein Alltag. Die Verbindung zwischen Kino-Glanz und nationaler Identität funktioniert erstaunlich gut. Manche sprechen sogar von einem fast patriotischen Werk. Zugegeben – ein bisschen Pathos hat noch keinem Film geschadet.

Mehr als ein Film: Ein kulturelles Brückenschlag-Projekt

Dass ausgerechnet Cannes eine Filmreihe wie Mission: Impossible aufnimmt, sagt viel aus. Es ist ein Signal: Unterhaltungskino hat auf dem Festival längst seinen festen Platz gefunden. Die Trennung zwischen Arthouse und Mainstream – sie verschwimmt immer mehr. Die Festivalleitung zeigt sich offen, interessiert, neugierig. Es geht nicht mehr nur um kleine, stille Meisterwerke, sondern auch um große, laute Spektakel. Und warum nicht? Wenn beides brillant gemacht ist, kann das Publikum nur gewinnen.

Ein Highlight, das noch lange nachhallt

Cannes 2025 hat sich mit dieser Premiere selbst übertroffen. Und während Ethan Hunt auf der Leinwand gegen digitale Dämonen kämpft, tobt auf den Straßen der Côte d'Azur Applaus. Vielleicht ist das das wahre Erfolgsgeheimnis der Reihe: Sie schafft es immer wieder, Kino zum Ereignis zu machen.

Ob es weitergeht? Wer weiß. Aber sollte dies wirklich Hunts letzter Tanz sein, dann ist es ein furioser Abgang – mit einem eleganten Hauch Trikolore.

Von Andreas M. Brucker

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