Umwelt

Tornado verwüstet Orte im Westen Siziliens

Ein Tornado hat Marsala, Petrosino und Mazara del Vallo im Westen Siziliens getroffen. Schulen, Häuser, Fahrzeuge und Verkehrswege wurden beschädigt, mehrere Menschen verletzt.

Marsala – 09.10.2026: Ein Tornado hat am Freitagvormittag in der Provinz Trapani im Westen Siziliens erhebliche Schäden angerichtet. Besonders betroffen waren Marsala sowie die benachbarten Gemeinden Petrosino und Mazara del Vallo. Nach Angaben des sizilianischen Zivilschutzes zog der Wirbel gegen 10 Uhr über das Gebiet. Er beschädigte Wohnhäuser und andere Gebäude, entwurzelte Bäume, riss Strommasten um und behinderte den Straßen- und Bahnverkehr.

Schwer getroffen wurde die Schule Alcide De Gasperi im Ortsteil Terrenove von Marsala an der Staatsstraße 115. Fensterscheiben zerbrachen, Bauteile wurden beschädigt, Unterrichtsmaterial lag nach dem Sturm in den Räumen verstreut. Rund 300 Schülerinnen und Schüler mussten das Gebäude verlassen. Der regionale Zivilschutz meldete acht leicht verletzte Kinder. Einige von ihnen wurden zur Untersuchung in das Krankenhaus Paolo Borsellino in Marsala gebracht.

Auch außerhalb des Schulgeländes entstanden gefährliche Situationen. Die italienische Feuerwehr berichtete von mehreren umgestürzten Fahrzeugen. In Petrosino wurde ein Auto durch die Wucht des Windes in eine Schlucht geschleudert. Feuerwehr und Rettungsdienst versorgten die beiden Insassen. Fünf Feuerwehrteams aus der Provinz Trapani waren im Einsatz; zusätzliche Kräfte aus Palermo und Agrigent wurden angefordert.

Die Schäden konzentrierten sich auf das Gebiet entlang der Straße zwischen Marsala und Petrosino, erfassten aber auch landwirtschaftliche Flächen, Betriebe und Wohnviertel. Die Behörden sperrten einzelne Straßenabschnitte und Bahnübergänge, weil umgestürzte Masten und Trümmer die Wege blockierten. Eine verlässliche Schätzung der Schadenshöhe lag am Freitagabend noch nicht vor. Fachleute des Zivilschutzes und weiterer regionaler Stellen begannen damit, betroffene Gebäude zu untersuchen.

Nach Angaben der Behörden hatte sich der Wirbel zunächst über dem Meer vor der Küste gebildet und anschließend das Festland erreicht. Der nationale italienische Zivilschutz hatte für Freitag wegen anhaltender Gewitter und starken Regens in Teilen Süditaliens, darunter Sizilien, eine erhöhte Warnstufe ausgerufen. Eine Tiefdrucklage nahe Sardinien führte feuchte und instabile Luft über die Straße von Sizilien heran.

Siziliens Regionalpräsident Renato Schifani kündigte für Samstag, den 10. Oktober, einen Besuch in den betroffenen Orten an. Gemeinsam mit dem regionalen Bildungsreferenten Mimmo Turano wollte er zunächst die beschädigte Schule in Marsala und danach Wohn- und Gewerbegebiete besichtigen. Die Regionalregierung informierte auch das Bildungsministerium in Rom. Zunächst konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf die Sicherung beschädigter Gebäude, die Räumung blockierter Verkehrswege und die Versorgung der Verletzten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Sizilianischer Zivilschutz
  • Region Sizilien
  • Italienische Feuerwehr
  • Italienischer nationaler Zivilschutz

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels