Paris – 12.08.2026: Eine totale Sonnenfinsternis hat am Mittwochabend weite Teile Europas in den Himmel blicken lassen. Über Nordspanien schob sich der Mond in einem schmalen Korridor vollständig vor die Sonne; in Frankreich war das astronomische Ereignis als partielle Finsternis zu beobachten. Auch Island, Grönland und ein kleiner Teil Portugals lagen in der Totalitätszone.
In Spanien versammelten sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press Millionen Menschen in Städten und kleineren Orten entlang des berechneten Verlaufs. Die vollständige Bedeckung ereignete sich nahe Sonnenuntergang. Für kurze Zeit verdunkelte sich der Himmel, während am Rand der schwarzen Mondscheibe die äußere Sonnenatmosphäre sichtbar wurde. Der tiefe Stand über dem Horizont verlieh dem seltenen Ereignis eine besondere Wirkung, erschwerte an manchen Orten jedoch die Sicht.
In Frankreich blieb ein Teil der Sonnenscheibe sichtbar. Der Grad der Bedeckung unterschied sich je nach Standort erheblich; grundsätzlich fiel er im Südwesten höher aus als in weiter entfernten Landesteilen. Nach Berechnungen der NASA erreichte die maximale Bedeckung in Paris 92 Prozent. Weil die Sonne am Abend bereits tief stand, brauchten Beobachter vielerorts freie Sicht nach Westen. Gebäude, Hügel oder dichte Bewölkung konnten das Schauspiel trotz der großen Bedeckung verdecken.
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hatte die Totalitätszone für die nördliche Hälfte Spaniens ausgewiesen. Sie verlief von der Atlantikküste über mehrere Regionen des Festlands bis zu den Balearen. Gemeinsam mit Fachleuten des Astrophysikalischen Observatoriums Javalambre übertrug die ESA das Ereignis und erläuterte seinen Verlauf.
Eine totale Sonnenfinsternis entsteht, wenn Sonne, Mond und Erde nahezu exakt auf einer Linie stehen. Der Mond verdeckt die Sonnenscheibe dann vollständig, allerdings nur innerhalb des schmalen Kernschattens, der über die Erdoberfläche zieht. Außerhalb dieses Korridors bleibt die Finsternis partiell. Deshalb unterschieden sich Helligkeit und Erscheinungsbild zwischen Nordspanien und den französischen Beobachtungsorten deutlich.
Das französische Raumfahrtzentrum CNES hatte vor dem direkten Blick in die Sonne gewarnt. Sicheren Schutz bieten ausschließlich dafür vorgesehene und unbeschädigte Finsternisbrillen oder geeignete Beobachtungsgeräte. Gewöhnliche Sonnenbrillen, Kamerafilter und improvisierte Hilfsmittel reichen nicht aus. Diese Vorsicht gilt auch bei sehr hoher Bedeckung, da der sichtbare Rest der Sonnenscheibe die Netzhaut dauerhaft schädigen kann.
Für das spanische Festland war es die erste dort sichtbare totale Sonnenfinsternis seit 1905. Frankreich erlebte eine besonders ausgeprägte partielle Bedeckung. Eine vollständige Sonnenfinsternis über dem französischen Festland wird nach Angaben der NASA erst am 3. September 2081 wieder zu sehen sein.
Quellen
- NASA
- Europäische Weltraumorganisation ESA
- Französisches Raumfahrtzentrum CNES
- Associated Press
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).