Umwelt

Touristen kommen der Lava am Ätna gefährlich nahe

Die Eruption des Ätna zieht zahlreiche Besucher an. Vulkanführer warnen vor Leichtsinn an den Lavafeldern, während das italienische Vulkaninstitut verstärkte Explosionen und Ascheemissionen registriert.

Catania – 13.08.2026: Die anhaltende Eruption des Ätna auf Sizilien lockt zahlreiche Schaulustige an die Hänge des Vulkans. Vulkanführer berichten, dass sich einzelne Besucher den aktiven Bereichen ohne geeignete Ausrüstung nähern. Nach Angaben von Franceinfo wurden Menschen sogar in Sandalen oder Badeschlappen angetroffen. Die Fachleute warnen vor extremer Hitze, losem Gestein und plötzlichen Veränderungen der vulkanischen Aktivität.

Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie Italiens (INGV) teilte am Donnerstagabend mit, dass aus zwei Eruptionsöffnungen auf etwa 2750 und 1900 Metern Höhe weiterhin Lava austritt. Ein Strom aus der tiefer gelegenen Öffnung hatte am Vormittag eine Höhe von rund 1340 Metern erreicht und die Gegend von Rocca Capra im Valle del Bove passiert. Eine weitere Öffnung auf 2090 Metern war nach Angaben des Instituts nicht mehr aktiv.

Am Voragine-Krater nahm zugleich die explosive Aktivität im Laufe des Nachmittags deutlich zu. Der Wind trug Vulkanasche nach Süden, während die gemessenen Erschütterungen auf hohem Niveau blieben. Auch die Infraschallsignale, die Hinweise auf Explosionen im Inneren des Vulkans geben, erreichten laut INGV sehr hohe Werte. Unter solchen Bedingungen kann sich die Gefahrenlage am Berg rasch verändern.

Für besonders gefährdete Bereiche des Ätna gelten klare Zugangsbeschränkungen. Die Gipfelregion umfasst unter anderem die Gipfelkrater, den oberen Teil des Valle del Bove und grundsätzlich die Zonen oberhalb von 2500 Metern. In der Nähe aktiver Lavaströme oder Eruptionsöffnungen kann die Sperrzone jedoch weiter hinabreichen. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Anordnungen der örtlichen Behörden.

An der Nordseite dürfen dauerhaft gefährdete Zonen nur mit zugelassenen Berg- oder Vulkanführern betreten werden. Nach den dortigen Regeln darf eine Gruppe höchstens zehn Teilnehmer pro Führer umfassen. Vorgeschrieben sind Schutzhelme; zudem dürfen bestimmte Abschnitte lediglich durchquert werden, ohne dort anzuhalten. Vor dem Aufbruch müssen die Führer Wetter, Vulkanstatus und Ausrüstung prüfen. Sie können Teilnehmer zurückweisen, die körperlich ungeeignet erscheinen oder unzureichend ausgerüstet sind.

Besonders riskant ist der Versuch, für Fotos oder Videos bis unmittelbar an einen Lavastrom heranzukommen. Selbst langsam fließende Lava ist von aufgeheiztem, brüchigem Untergrund umgeben; hinzu kommen heiße Gase und möglicherweise herabfallendes Material. Dunkle, bereits erstarrt wirkende Flächen können darunter noch glühend heiß sein. Besucher sollten deshalb auf freigegebenen Wegen bleiben, Absperrungen beachten und den Anweisungen von Führern und Einsatzkräften folgen. Das INGV überwacht den Vulkan fortlaufend und veröffentlicht neue Messdaten zur Aktivität der Krater und Lavaströme.

Quellen

  • Franceinfo
  • Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia – Osservatorio Etneo
  • Gemeinde Castiglione di Sicilia / Guide Vulcanologiche Etna Nord

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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