Washington – 19.08.2026: US-Präsident Donald Trump hat Nordkoreas Atomarsenal auf 57 "sehr leistungsstarke" Waffen beziffert. Vor Journalisten kündigte er zugleich an, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un noch 2026 treffen zu wollen. Einen Termin, einen Ort oder bereits vereinbarte Bedingungen nannte Trump nicht. Auch aus Pjöngjang lag zunächst keine Bestätigung für ein Gipfeltreffen vor.
Die ungewöhnlich genaue Zahl ist bemerkenswert, weil sich Nordkoreas nukleare Bestände von außen kaum verlässlich erfassen lassen. Trump erläuterte nicht, auf welche Erkenntnisse der US-Geheimdienste oder anderer Behörden er sich berief. Öffentlich überprüfen lässt sich seine Angabe daher nicht. Fachleute können vor allem das mutmaßlich vorhandene spaltbare Material, bekannte Produktionsanlagen und erprobte Trägersysteme bewerten. Wie viele einsatzfähige Sprengköpfe das abgeschottete Land tatsächlich besitzt, bleibt Gegenstand von Schätzungen.
Trump verband die Ankündigung erneut mit positiven Äußerungen über sein persönliches Verhältnis zu Kim. Seine Regierung hatte zudem eine deutliche Verkleinerung der jährlichen gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas veranlasst. Für das Bündnis mit Seoul sind diese Manöver ein wesentliches Element der militärischen Einsatzbereitschaft; Nordkorea stellt sie seit Langem als Bedrohung dar. Kim Yo Jong, die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers, erklärte dennoch, eine Reduzierung ändere aus Sicht Pjöngjangs nichts am Charakter der Übungen.
Washington bemüht sich damit erneut um einen direkten Gesprächskanal. Trump und Kim kamen während Trumps erster Amtszeit dreimal zusammen: im Juni 2018 in Singapur, im Februar 2019 in Hanoi und im Juni 2019 in der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Die Begegnungen erzeugten große öffentliche Aufmerksamkeit, führten aber zu keiner überprüfbaren Vereinbarung über eine Aufgabe oder Begrenzung des nordkoreanischen Atomprogramms. Beim Gipfel in Hanoi blieben zentrale Fragen zu Sanktionen und Abrüstung ungelöst.
Für Südkorea berührt der neue Kurs der USA unmittelbar die eigene Sicherheit. Das Land besitzt keine Atomwaffen und stützt seine Abschreckung gegenüber dem Norden auf das Verteidigungsbündnis mit Washington sowie die amerikanische Nukleargarantie. Seoul bekräftigte nach der Verkleinerung der Übungen die Bedeutung der Allianz. Nordkorea wiederum hat sein Raketen- und Atomprogramm trotz internationaler Sanktionen über Jahre weiterentwickelt.
Ein neuer Gipfel setzt die Zustimmung Kims voraus. Pjöngjang hatte frühere Forderungen Washingtons nach vollständiger nuklearer Abrüstung zurückgewiesen und verlangt, als Atommacht anerkannt zu werden. Trumps Zahl von 57 Waffen bleibt somit eine politische Aussage über die angenommene Stärke Nordkoreas, nicht eine öffentlich belegte Bestandsaufnahme.
Quellen
- franceinfo
- Associated Press
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).