Washington – 10.10.2026: US-Präsident Donald Trump hat den Plan gebilligt, die Hinrichtung von Nidal Malik Hasan live zu übertragen. Der frühere Militärpsychiater wurde wegen des tödlichen Angriffs auf dem damaligen Armeestützpunkt Fort Hood in Texas im Jahr 2009 zum Tode verurteilt. Nach Angaben der US-Armee soll er am 3. Dezember 2026 von einem Erschießungskommando hingerichtet werden.
Trump bestätigte seine Zustimmung am Freitag, dem 9. Oktober. Zwei Tage zuvor hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth angekündigt, die Öffentlichkeit solle die Exekution verfolgen können. Das Pentagon bestätigte anschließend Pläne für eine Übertragung im Internet. Offen ist bislang, über welche Plattform sie verbreitet wird, wer darauf zugreifen kann und welche Bilder zu sehen sein sollen.
Die Ankündigung löste auch über Parteigrenzen hinweg Kritik aus. Gegner warnen davor, staatliches Töten zum öffentlichen Spektakel zu machen. Befürworter verweisen auf die Schwere des Verbrechens und den Wunsch mancher Betroffener nach einem Abschluss des Verfahrens. Ein Überlebender sagte dem US-Sender ABC News, er wolle bei der Hinrichtung anwesend sein.
Hasan hatte am 5. November 2009 in einem medizinischen Gebäude des Stützpunkts das Feuer eröffnet. 13 Menschen wurden getötet, 32 weitere verletzt. Ein Militärgericht sprach ihn 2013 schuldig und verhängte die Todesstrafe. Der Stützpunkt wurde zwischenzeitlich in Fort Cavazos umbenannt. Für Angehörige und Überlebende erstreckt sich das Verfahren damit bereits über mehr als anderthalb Jahrzehnte.
Die Hinrichtung wäre die erste Vollstreckung eines Todesurteils durch das US-Militär seit 1961. Sie soll auf dem Gelände stattfinden, auf dem Hasan den Angriff verübte. US-Medien nannten 13 Uhr Ortszeit als geplanten Zeitpunkt, annähernd die Uhrzeit des damaligen Verbrechens. Gerade diese Verbindung von Ort und Zeitpunkt hat den Vorwurf verstärkt, die Regierung inszeniere die Exekution bewusst.
Nach Abschluss der militärischen Berufungsverfahren gilt das Todesurteil als vollstreckbar. Die angekündigte Übertragung wirft jedoch rechtliche und organisatorische Fragen auf. Die militärischen Vorschriften regeln zwar den Ablauf der seltenen Hinrichtungen, enthalten nach übereinstimmenden Medienberichten aber keine ausdrückliche Bestimmung für einen weltweit verfügbaren Livestream. Auch mögliche Zugangsbeschränkungen und der Schutz der beteiligten Soldaten sind bisher nicht erläutert worden.
Das Pentagon kündigte weitere Angaben zum Ablauf an. Bis dahin bleibt offen, ob die Hinrichtung tatsächlich weltweit frei zugänglich übertragen oder nur einem begrenzten Publikum gezeigt werden soll.
Quellen
- Franceinfo
- Associated Press
- ABC News
- Reuters
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).