Washington – 05.08.2026: US-Präsident Donald Trump hat große Ölkonzerne wegen ihrer hohen Gewinne infolge des Iran-Kriegs und der Störungen in der Straße von Hormus scharf kritisiert. Nach Berichten aus Washington beanstandete er insbesondere die Erträge von Chevron und Exxon Mobil. Die Unternehmen sollten ihre Verkaufspreise senken, forderte Trump mit Blick auf die Belastung der Autofahrer an den Tankstellen.
Die Kritik trifft eine Branche, die von den seit Monaten erhöhten Energiepreisen profitiert. Die Kampfhandlungen und die stark eingeschränkte Schifffahrt durch die Straße von Hormus hatten die Versorgung mit Rohöl aus der Golfregion erheblich erschwert. Durch die Meerenge zwischen Iran und Oman wird gewöhnlich ein bedeutender Teil des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases transportiert.
Trump verbindet seine Forderung mit der innenpolitischen Lage in den Vereinigten Staaten. Hohe Kraftstoffkosten belasten private Haushalte unmittelbar und prägen die öffentliche Bewertung der Wirtschaftspolitik. Drei Monate vor den Zwischenwahlen bemüht sich das Weiße Haus daher verstärkt, die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts für Verbraucher und Unternehmen zu begrenzen.
Am Dienstag, dem 4. August, fielen die US-Rohölpreise allerdings deutlich. Ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate, kurz WTI, verbilligte sich um 5,4 Prozent oder 4,36 Dollar auf 75,98 Dollar. Marktteilnehmer reagierten auf Hinweise, dass Iran und Oman bei Gesprächen über eine sichere Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus Fortschritte erzielt haben könnten.
Sinkende Rohölnotierungen führen jedoch nicht automatisch zu ebenso raschen Preisnachlässen an den Zapfsäulen. Zwischen dem Ölhandel und dem Endpreis liegen Kosten für Raffinerien, Transport, Lagerung, Steuern und Vertrieb. Zudem sichern Unternehmen ihre Beschaffung zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Konditionen ab. Trumps Forderung richtet sich deshalb gegen die Preisgestaltung der Konzerne und nicht allein gegen die Entwicklung des Rohölkurses.
Chevron und Exxon Mobil gehören zu den größten börsennotierten Energiekonzernen der USA. Höhere Preise für Rohöl, Benzin und Diesel steigern grundsätzlich die Erlöse im Förder- und Raffineriegeschäft. Zugleich können sie die Nachfrage dämpfen und den politischen Druck auf die Branche erhöhen. Die Kritik des Präsidenten fällt damit in eine Phase, in der die US-Energiepreise eng mit dem Verlauf des Konflikts und der Sicherheit einer zentralen Handelsroute verbunden sind.
Fortschritte in den Gesprächen zwischen Teheran und Maskat könnten das Risiko weiterer Lieferausfälle mindern. Am 4. August lagen jedoch noch keine Einzelheiten über eine endgültige Regelung für den Schiffsverkehr vor.
Quellen
- Franceinfo
- Associated Press
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).