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Trump hält Patriot-Lizenz für die Ukraine weiter offen

US-Präsident Donald Trump hat die Freigabe für eine ukrainische Produktion von Patriot-Abfangraketen relativiert. Eine formelle Genehmigung liegt bislang nicht vor.

Camp David – 01.08.2026: US-Präsident Donald Trump hat die zuvor in Aussicht gestellte Lizenz für eine ukrainische Produktion von Patriot-Abfangraketen relativiert. Bei einer Kabinettssitzung am 31. Juli sagte er, die Vereinigten Staaten hätten einer solchen Genehmigung bislang nicht zugestimmt. Die Gespräche dauerten an, doch bei der Weitergabe fortschrittlicher Waffentechnologie sei große Vorsicht geboten.

Trump begründete seine Zurückhaltung mit möglichen Sicherheitsrisiken. Wer einem anderen Staat solche Technologie überlasse, müsse bedenken, dass sie sich eines Tages gegen die USA richten könne. Damit korrigierte der Präsident zumindest den Eindruck, den er nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim NATO-Gipfel in Ankara am 8. Juli vermittelt hatte.

Damals hatte Trump erklärt, Washington werde der Ukraine eine Lizenz zur Herstellung von Patriot-Systemen erteilen. Selenskyj und die ukrainische Präsidialverwaltung behandelten die mögliche Freigabe anschließend als wichtigen Bestandteil der bilateralen Verteidigungskooperation. Am 22. Juli bezeichnete Kiew Vereinbarungen über Lizenzen zur Produktion von Raketen für Patriot-Systeme ausdrücklich als vorrangiges Thema im Austausch mit den Vereinigten Staaten.

Eine formelle Lizenz oder ein verbindlicher Produktionsvertrag wurden bislang jedoch nicht öffentlich dokumentiert. Trumps jüngste Äußerung bedeutet deshalb nicht die Aufhebung eines bereits geschlossenen Vertrags. Sie macht vielmehr deutlich, dass die politische Entscheidung in Washington noch aussteht. Offen ist zudem, ob sich die Gespräche auf vollständige Patriot-Systeme, einzelne Abfangraketen oder technische Unterstützung für eine spätere Fertigung beziehen.

Für die Ukraine besitzt die Frage erhebliche militärische Bedeutung. Patriot-Systeme können Flugzeuge sowie ballistische Raketen und Marschflugkörper bekämpfen. Sie zählen daher zu den besonders gefragten Bestandteilen der ukrainischen Luftverteidigung. Selenskyj drängt seit Langem auf zusätzliche Abfangraketen, um Städte und die Energieinfrastruktur besser gegen russische Angriffe schützen zu können. Eine Fertigung im eigenen Land könnte die Abhängigkeit von US-Beständen und internationalen Beschaffungswegen langfristig verringern. Voraussetzung wären neben der politischen Genehmigung jedoch Produktionsanlagen, geschultes Personal und eine gesicherte Zulieferung.

Die NATO-Staaten sagten in ihrer Gipfelerklärung vom 8. Juli weitere Militärhilfe für die Ukraine zu. Für 2026 bezifferten die Bündnispartner Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung auf 70 Milliarden Euro. Eine US-Lizenz zur Patriot-Produktion in der Ukraine enthält die Erklärung allerdings nicht.

Am 23. Juli empfing Selenskyj zudem eine Delegation des US-Rüstungskonzerns Raytheon, der an der Herstellung der Patriot-Systeme und ihrer Abfangraketen beteiligt ist. Kiew verband das Treffen mit der Hoffnung auf eine engere Zusammenarbeit in der Luftverteidigung. Eine Produktionsfreigabe bleibt nach Trumps Äußerung vom 31. Juli jedoch Sache der US-Regierung.

Quellen

  • Associated Press
  • NATO
  • Präsidialamt der Ukraine
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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