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Trump lässt den Lake Ontario in den Vereinigte Staaten in Lake America umbenennen

Eine Anordnung von Präsident Donald Trump führt in den Vereinigten Staaten den Namen Lake America ein. Kanada hält am Lake Ontario fest. In Frankreich wären Änderungen geografischer Namen an geregelte Verfahren gebunden.

Paris – 01.09.2026: Die Vereinigten Staaten führen für den Lake Ontario innerhalb ihres amtlichen Namenssystems die Bezeichnung Lake America ein. Präsident Donald Trump unterzeichnete die Anordnung am 27. August 2026. Das Innenministerium soll den Eintrag im amerikanischen Verzeichnis geografischer Namen ändern und die neue Bezeichnung in Karten, Verträgen und amtlichen Dokumenten verwenden.

Betroffen ist einer der fünf Großen Seen an der Grenze zwischen dem Bundesstaat New York und der kanadischen Provinz Ontario. Kanada hat den Namen nicht geändert. Eine amerikanische Anordnung kann weder die kanadische Bezeichnung ersetzen noch den Verlauf der Staatsgrenze verändern. Damit trägt dasselbe Gewässer je nach staatlicher Zuständigkeit unterschiedliche amtliche Namen.

Diese Trennung bildet auch Google Maps ab. Nach Angaben des Unternehmens sehen Nutzer in den Vereinigten Staaten inzwischen Lake America, während in Kanada weiterhin Lake Ontario erscheint. Außerhalb beider Länder sollen beide Bezeichnungen angezeigt werden. Der Kartendienst folgt damit seiner üblichen Praxis, regional abweichende amtliche Namen abhängig vom Standort des Nutzers wiederzugeben.

Die Umbenennung fällt in eine Phase handelspolitischer Auseinandersetzungen zwischen Washington und Ottawa. Ontarios Premierminister Doug Ford ließ am kanadischen Ufer eine weithin sichtbare Botschaft anbringen, die ausdrücklich am Namen Lake Ontario festhält. Der Streit berührt somit weniger die geografische Zuordnung des Sees als die politische Deutungshoheit über einen gemeinsamen Grenzraum.

In Frankreich wäre eine vergleichbare Entscheidung rechtlich und praktisch anders gelagert. Die französische Kommission für Toponymie berät unter dem Dach des Nationalen Rates für Geoinformation über die Bewahrung und geordnete Entwicklung geografischer Namen. Diese gelten als Teil des sprachlichen, historischen und geografischen Erbes.

Der Leitfaden der Kommission erinnert daran, dass viele Ortsnamen lange mündlich verwendet wurden, bevor sie Eingang in Karten und Register fanden. Namen von Seen, Flüssen und Landschaften können frühere Sprachen, lokale Nutzungen oder historische Überlieferungen bewahren. Änderungen müssen deshalb mögliche Verwechslungen, die örtliche Akzeptanz und den bestehenden amtlichen Gebrauch berücksichtigen.

Für Straßen, Plätze, Weiler und Flurnamen sind in Frankreich grundsätzlich die Gemeinderäte zuständig; ihre Beschlüsse unterliegen der staatlichen Rechtmäßigkeitskontrolle im Département. Änderungen von Gemeindenamen folgen dagegen einem formalisierten Verfahren, das bis zu einem Dekret reicht. Der Leitfaden unterscheidet zudem zwischen amtlich festgelegten Namen und lokalen Bezeichnungen ohne formalen Status.

Bei einem See wären dessen rechtliche Einordnung, die betroffenen Gemeinden sowie Eigentums- und Verwaltungszuständigkeiten zu prüfen. Eine bloße politische Erklärung würde dafür nicht genügen. Nach einer formalen Festlegung dokumentieren staatliche Karten und öffentliche Geodaten den jeweils geltenden geografischen Namen.

Quellen

  • Franceinfo: Umbenennung des Lake Ontario und französische Verfahren
  • Weißes Haus: Anordnung zur Umbenennung des Lake Ontario
  • Associated Press: Kartenanzeige und Reaktionen in Kanada
  • Nationaler Rat für Geoinformation: Kommission für Toponymie
  • Französisches Kulturministerium und Kommission für Toponymie: Leitfaden zur Benennung von Orten

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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